Friday, November 21, 2014

DIE ZEIT UM 1900 IN KUNST UND POLITIK WAR ZUKUNFTSWEISEND -
AUSTELLUNGEN IM LENBACHHAUS, STASTMUSEUM UND DGB-HAUS: 

 Kulturell und politisch eine Lektion Vergangenheit und Geschichte  - Ausstellungen in München über Politik- und Kunstgeschichtliches: Sozialismus, Pazifismus, Feminismus, Expressionismus. Und eine  pluralistische Gesellschaft auch für die Zukunft
 

Kunst und Kultur im neu renovierten Lenbachhaus
Die Expressionisten August Macke und Franz Marc ab Januar 2015 in einer Ausstellung.
 Infos: : Lenbachhaus


Franz Marc
Wasily Kandinsky und Gabriele Münter in München

Das Münchner Stadtmuseum zeigt Künstlerinnen um 1900 vom 12.09.14 – 08.02.2015 
München ist um 1900 sowohl Kunststadt als auch ein Zentrum der Frauenbewegung: 
Frauenbewegung München um1900
Die Stadt München hat zur Geschichte der Frauenbewegung in München in der Reihe Kulturgeschichtspfade oder Themengeschichtspfade ein kleines Buch veröffentlicht. Allen Feministinnen nur zu empfehlen.



Und Politik und Kunst im DGB-Haus mit der Ausstellung Kurt Eisner

Von Jugend an war ich in einem SPD-Politikerumfeld mit der Politik und Entwicklung der SPD konfrontiert. Weil ich nun journalistisch öfter auch politische Themen ergänzend zu meinem Schwerpunktinteresse Kunst- und Kulturjournalisus in den Fokus nehmen will, hier ein Hinweis von mir auf die Kurt Eisner-Ausstellung:

Heimatkunde und Politikgeschichte: Politik des Sozialismus und Pazifismus in  Dokumentation, Kunst und Ausstellung








Foto: Tina Karolina Stauner  


Bayern wurde am 8. November 1918 ein Freistaat. Kurt Eisner war 1. bayerischer Ministerpräsident, Revolutionär, Gründer des Freistaats Bayern, Pazifist, freiheitlicher Sozialist. Als Pazifist wollte der studierte Philosoph eine gewaltfreie Gesellschaft und ein basisdemokratisches Rätesystem aufbauen. Das verübelten ihm Bayerns Reaktionäre. Reaktionäre versuchen leider auch heute noch unsere pazifistischen, demokratischen Bestrebungen in Politik, Kunst und Kultur zu verübeln. 

Eisner war Publizist. Seit 1892 war Eisner Mitarbeiter hauptsächlich sozialdemokratischer Zeitungen. Es gibt von ihm Philosophisches, Politisches, Literarisches und Geschichtliches in seinem publizistischen Oeuvre. Grundsatzprogramm ist ein humanistisches Menschenbild und eine solidarische sozialistische und pluralistische Gesellschaft, in der jeder Mensch gleiche Chancen hat. Im Pluralismus bestehen unterschiedliche Weltanschauungen, Wertvorstellungen, Lebenskonzepte innerhalb einer Bevölkerung. Divergierende Lebensstile ermöglichen jeder Person umfangreichen Entfaltungsraum. Die Frage ist, inwieweit das derzeit nur Theorie oder auch Realität ist.



„Die Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt!
Bayern ist fortan ein Freistaat!“
(Kurt Eisner: Ausrufung der Republik 1918)

Thursday, November 20, 2014

Architektur und Streifen
Fotocollage: Tina Karolina Stauner

Wednesday, November 19, 2014

Residenztheater München
Foto: Tina Karolina Stauner

Tuesday, November 18, 2014



 "Peer Gynt" von Henrik Ibsen in der Inszenierung von David Bösch im Residenztheater München - Ist ja alles so schön bunt hier

Theatereffekt, Theatereffekt, Theatereffekt und turbulente Komik mitten im Wald.

Der Wald ist im Theater von  Martin Kušej als Bühnenbild offenbar sehr beliebt. Beim "Weibsteufel", einem Drama von Karl Schönherr aus dem Jahr 1914, mit Intendant Kušej selber als Regisseur ist der dunkle Wald noch ein perfekter Raum für eine perfekte Inszenierung. Der düstere Wald für Norwegens Trollwelt und Peer Gynts Egotripp ist für Henrik Ibsens "Peer Gynt" diesmal nur noch ein Raum, der für allerlei Schnickschnack Platz hat. Für ein Lichterkettenzelt, ein rotes, aufblasbares Plastikherz, ein Feuerwerk, einen funkelnden Sternenhimmel.  Shenja Lacher als Peer Gynt spiel sich dort taumelnd, aber höchst sicher, geschickt und versiert von Szene zu Szene und durch ein Stück, das durch und durch dem Mainstream gehört.  Ich bin in Peer Gynt gegangen, weil er so ziemlich die erste Bühnenfigur war, die mir als Jugendliche begegnete und ich jetzt einfach wieder einmal mit diesem Stoff konfrontiert sein wollte. Eine Schallplattenaufnahme der  Peer-Gynt-Suiten Edvard Griegs war es freilich, die ich damals anziehend fand. Ein Peer Gynt, der nun mit allerlei Popmusikstücken, Klimbim und bunten Requisiten als Egozentriker, ruheloser Geist und sogenannteer "Kaiser der Selbstsucht" durchs Schauspiel klamaukt, und zwar für den Theaterkommerz, das ist dann meine Sache nicht so sehr. Dem Stück wurde im Mittelteil von Bühnenbildner Falko Herold vorübergehend ausser dem Wald eine aufwendige Diaprojektion und eine Wüstenszenerie , Bebilderung eines Traums, verpasst und es bebildert von einer Art  Märchenszenerie zu Märchenszenerie in zwei Stunden die Geschichte des scheiternden Peer Gynt. Er, ein überbehütetes Muttersöhnchen, das der Realität zu entfliehen versucht unterwegs auf Abenteuern durch die ganze Welt. Dabei an Trolle und Dämonen geratend, Ingrid entführend und Solvejg liebend und verlassend und in die unmöglichsten Situationen geratend. Und zwar in der Inszenierung des End-20ers David Bösch voll und total unterhaltsam und sehr gekonnt beinahe für jeden etwas. Alt und arm vergleicht Peer Gynt seine Seele gegen Schluß schließlich mit einer Zwiebel , die lauter Hüllen hat, aber keinen Kern. Macht nichts. Ist ja alles so schön bunt hier.

Henrik Ibsen hatte "Peer Gynt"  innerhalb kurzer Zeit während einer Italienreise verfasst, doch freilich inspiriert duch Mythen und Märchen der Heimat und die Feenmärchen von Peter Christen Asbjørnsen. "Peer Gynt", eigentlich ein  dramatisches Gedicht aus dem Jahr 1867, ist als Kritik des romantischen Nationalismus zu verstehen. In der inszenierung von David Bösch ist  der Lebensweg eines Träumers und Spinners und Außenseiters für's Mainstreampublikum zu schriller, skurriler Unterhaltung geworden. "Peer Gynt" ist eigentlich eine Außenseitergeschichte, die den Blick auf ein aufgerissenes Inneres zeigen soll: "Mein Buch ist Poesie: und ist es keine, dann soll es Poesie werden. Der Begriff der Poesie wird sich schon dem Buche anpassen. Es gibt nichts stabiles in der Welt der Begriffe",  hatte Ibsen zum Erscheinen des Stücks postuliert. Und der Wiener Bernhard Moshammer, der für die Musik zur Inszenierung im Residenztheater verantwortlich ist, hat den Song "Boats and Birds" von Gregory And The Hawk mit im musikalischen Kontext. In den Lyriks von "Boats And Birds" heißt es: "...if you'll be my boat /I'll be your sea / a depth of pure blue just to probe curiosity /ebbing and flowing / and pushed by a breeze/ I live to make you free / I live to make you free ..." Je weiter Peer Gynt reist, desto unwirklicher werden jedenfalls die Situationen.  Schön, dass Solvej ihn dann doch noch retten kann.

www.residenztheater.de

Saturday, November 15, 2014

Architektur und Floristik 
Fotos und Collagen: Tina Karolina Stauner
Passanten
Fotos und Collage: Tina Karolina Stauner

Thursday, November 13, 2014

Folkdays aren't over...Purheit im Songwriting - John Fullbright

Der Singer-Songwriter John Fullbright hat sein Songschreiben nach musikalischen Erfahrungen bei Turnpike Troubadours und The Mike McClure Band zu einer ausgereiften Sache entwickelt. Auf seinem zweiten Studiosoloalbum "Songs", das er nach  "From The Ground Up" veröffentlichte, ist wunderschönes, überwiegend schnörkelloses Songwriterhandwerk geboten. Fullbright präsentiert zwar hauptsächlich einfaches Liedmaterial mit einprägsamer Melodie, dies jedoch auf so eigenwillige Weise, dass er sich vom Gros anderer Musiker dieses Genres als ureigener Charakter abgrenzt und dabei gleichzeitig weiß, wie er der traditionellen amerikanischen Folkmusik nahe bleiben kann. Direktheit und Ungegeschliffenheit sind seine Stärke. So ist der auf einer Farm in Oklahoma aufgewachsene Musiker nicht einfach irgendwie Amercana, sondern versteht es so selbstsicher wie aber auch unprätentiös mit einer Art Purheit im Songwriting sich als etwas Besonderes darzustellen.  Fullbright spielt akustische Gitarre und Piano und arbeitet teilweise mit einer kleinen Rhythm Section zusammen.  Mitmusiker sind David Leach, Wes Sharon, Mike Meadows, Daniel Walker, Terry “Buffalo” Ware und Ryan Engleman.  “It’s real clear and precise and economical," sagt Fullbright über sein Album "Songs". Und über seine Arbeit als Musiker: “I like to say as much as I can in 2 minutes 50 seconds, and that’s kind of a point of pride for me.”  "Songs" lebte durch intensive Momente eines möglichst integren Persönlichkeits- und Gefühlsspektrums. In etwa nach dem Motto "I’m not anti-happy - I'm pro-sad".Als hätte er eine sehr alte Seele erzählt der Mittzwanziger John Fullbright  mit seinen Liedern Geschichten in guter, alter Songwritertradition. Und dies ohne zu epigonenhaft zu wirken, sondern erfrischend neu im Hier und Jetzt.


 John Fullbright
 "Songs"

 www.johnfullbrightmusic.com

Schöner Harmoniegesang und akustische Instrumentierung - Country von Red June

Red June haben ihre Wurzeln in der Tradition des Volks der Appalachen. Und ihr Songwriting ist handwerklich perfekt und beseelt zugleich. Es ist alles andere als oberflächlich kommerziell sondern Roots Music. Natalya Weinstein ist an der Fiddle, Will Straughan spielt  Dobro und Gitarre und John Cloyd Miller ist an Mandoline und Gitarre. Ihr kraftvoller Sound ist eine Überblendung aus American Roots Music, Country, Bluegrass und das mit einer guten Dosis Indie Rock. 2004 jammten  die drei Musiker erstmals zusammen bei einer Asheville Party und sind mittlerweile ein exzellent eingespieltes Team. Besomders schöner Harmoniegesang kennzeichnen die akustisch instrumentierten Songs. "They never fail to talk the talk and walk the walk.” sagt Singer/Songwriter Joe Newberry über Red June. Die Band verbreitet mit kurzen Songs und purerm Country dynamisch vorzugsweise Lebensfreude.

Red June
“Ancient Dreams"

/redjunemusic.com

Wednesday, November 12, 2014

Residenztür Foto: Tina Larolin Stauner

Tuesday, November 11, 2014


 "The Rest is Noise" - Lesung und Songs, Stille, Musik und Lärm, Kammerspiele München

"Das 20. Jahrhundert hören“ des amerikanischen Musikjournalisten Alex Ross ist eine Reise in das Labyrinth der modernen Musik und ihrer Zusammenhänge mit Sozialem und Politischem des vergangenen Jahrhunderts. In Ross' Titel klingen Hamlets letzte Worte („The rest is silence“) an und im weiteren Sinne das Klischee, dass moderne Musik in zunehmendem Maße nur Lärm sei. Ross' Reportagewerk führt uns ins Wien der Vorkriegszeit, ins Paris der 1920er Jahre, in Hitlers Deutschland und Stalins Russland. Wir entdecken die New Yorker Innenstadt in den 1960ern und 1970ern. Das Resultat ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, erzählt von seiner Musik." (Kammerspiele München) Zwar etwas oberflächlich interpretiwert, aber gekonnt unterhaltsam und informativ:
The Rest Is Noise
 
Haus der Kunst und Jazz

Residenz und Neue Musik


Free Jazz und Improvisation - Konzertequipment und Partituren in diversen Clubs

Fotos und Collage: Tina Karolina Stauner

Friday, November 07, 2014

Echtzeit-Collage
Fotos und Collage: Tina Karolina Stauner

Thursday, November 06, 2014

Echtzeithalle
Carl Orff Auditorium München
Herbstausgabe 25.10.14

T i n a  K a r o l i n a  S t a u n e r


Musikvideo-Installation im Foyer während der Pause:
Film aus "32 Short Films about Glenn Gould"
oder Figur im leeren Raum
Projektidee: Tina Karolina Stauner
Video: François Girard / Musik: Glenn Gould
und eine Improvisation von Massimo Falascone zu Glenn Gould und  dem Short Film

www.echtzeithalle.de

Wednesday, November 05, 2014

 Massimo Falascone - "Works 05-007-2008": Amerikanismen und Mediteranes im Sound

 "Works 05-007-2008" ist eine Zusammenstellung von acht  Musikstücken von Massimo Falascone zwischen 2005 und 2008  für unterschiedliche Projekte aufgenommen. Solo und aber auch mit anderen Musikern der Improvisations- und Free Jazz-Szene.
Falascone ist ein in Mailand lebender Musiker, hauptsächlich Saxophonist, der in diversen internationalen musikalischen Formationen aktiv ist.
"Works 05-007-2008" ist komponierte und improvisierte Musik. Alt- und Bariton-Saxophon, ipod  und loop sampler von Falascone. Saxophonmelodien deutlich New York-inspiriert einerseits. Aber gleichzeitig nicht epigonenhaft sondern mit betont eigenem Charakter in Form und Inhalt. Und mit einem touch von einer Art Leichtigkeit und Helligkeit an Mediteranem, das neu in einem New York-orientierten Sound klingt . Es treffen zusammen Noisefragmente, Reality-Geräuschsplitter, Melodien, italienische und englische Wortfetzen im Mix. Bei "Ottovolante" hat Falascone mit dem San Franciscoer Bob Marsh und dessen Violine, Stimme und Electronics einen Klangraum entwickelt. "Discovery" inkludiert processing von Matteo Pennese. In "Che Senso Ha" fallen die Worte "it doesn't make sense" oft wiederholt betont eingebaut auf. Die ganzen Stücke sind im Grunde auch längere Parts so zersplittert, dass damit so gut wie auch Sinn zersplittert ist. Der dann allerdings in Massimo Falascones Linien am Saxophon wieder wunderhübsch aufzutauchen scheint. Atmosphärisch auf nicht rational erfassbarer Ebene mitten im Leben kommt das, was Sinn macht, explizit wieder in den Kontext. Und immer wieder sehr spielend mit Amerikanismen präsentiert sich Falascone, auch in der Interpretation der Komposition "Ericka" des Chikagoer Avantgarde-Jazzers Roscoe Mitchell.

www.massimofalascone.com

Thursday, September 25, 2014

Folkdays aren't over...

Inka Moods -A Porträt in Music mit u.a. den Musikern Martina Eisenreich, Wolfgang Lohmeier und Mulo Francel - Folklore und Magie des sagenumwobenen Inka Volkes

Die Komponistin, Violinistin und Produzentin Martina Eisenreich arbeitet für Theater, Hörspiel, Film und Fernsehen viel mit musikalischen Stimmungen und akustischen Landschaftsbildern. Sie mag Crossover aus klassischer Musik, Filmmusik, Weltmusik, Folk, Jazz und Rock. Daher fand sie die Idee sehr reizvoll, zusammen mit Wolfgang Lohmeier, Mulo Francel und weiteren Musikern und Bands wie Quadro Nuevo und Café del Mundo ein ganz persönliches Album mit Inka Moods zu schaffen. Eisenreich, die auch mit dem Martina Eisenreich Quartet veröffentlicht, ist die weibliche treibende Kraft des Inka-Projekts. Und der Percussionist Wolfgang Lohmeier teilt dazu mit: "Es inspiriert mich, einen musikalischen Raum mit der Magie fremder Völker zu verzaubern." Das ergibt bei Inka Moods ein Porträt des sagenumwobenen Inka Volkes. Fünftausend Kilometer entlang der Anden erstreckt sich das Inka-Reich in Südamerika. Zu entdecken gibt es aus dem musikalischen Kosmos dieser Kultur beispielsweise peruanische Volkslieder, chilenischen Gesang oder Flamenco Stimmung. Es geht um handgemachte Musik mit akustischen Instrumenten wie vor allem Saxophon, Viola, Violine, Indio-Flöte, Anden-Harfe, Charango und ein Sammelsurium Percussions. Die Inspiration für Inka Moods holten sich die beteiligten europäischen MusikerInnen bei Reisen durch Südamerika, schließlich waren auch eine ganze Reihe virtuoser Gastmusiker aus den Anden-Ländern bei dem Projekt dabei. Der Sound von Inka Moods ist Weltmusik mit so etwas wie Easy Listening Touch. Leichtigkeit umweht die Songs und es sind Vibes, die beim Hören auf den Rezipienten überspringen. Vielleicht könnte und sollte manches noch authentischer übertragen werden und also tiefgängiger sein. Um Kontakt mit der musikalischen Inka-Kultur aufzunehmen und sich inspirieren zu lassen, manches über Inka-Musik zu erfahren, eignet sich das Album Inka Moods jedenfalls mit seinem entspannenden südamerikanischen Flair.

Tuesday, September 23, 2014


Grafik:  © Trüstedt

 "Spuren der Polymetrik" mit Musikstücken des Autoren-Ensembles der Echtzeithalle in München am 07.07.14

10. Montagsgespräch 2014 durch die Echtzeithalle in Zusammenarbeit mit dem Musiklabor München & der Hochschule für Musik und Theater München im Carl Orff-Auditorium

Das Autoren-Ensemble und die Theorie "erweiterte Polymetrik"

Vorgestellt werden vier Klangbilder beim Montagsgespräch "Spuren der Polymetrik", das insgesamt schon der 320. Event dieser Montags-Reihe ist. Betont wird dabei auch Musik durch den Computer. Dieser wird als echtes Musik-Instrument bezeichnet und eingesetzt. Es spielt das seit drei Jahren existierende Autoren-Ensemble nit Dieter Trüstedt und Pure Data ergänzt durch Kontrabass, Horn und Klavier.
Wolf-Dieter Trüstedt nennt Polymetrik in der Musik als etwas sehr eingeschränktes und ergänzt deshalb den Begriff zu "erweiterte Polymetrik". Metrik wird auf alle Parameter der Musik angewendet. Also auf Phase, Puls, Tonhöhe, Lautstärke und Dauern. Trüstedt ist ausgebildeter Wissenschaftler und Forscher, der auch mit Musik umgeht. Polymetrisches gibt es genauso in der Natur, wie fallende Schneeflocken. Die Natur erkennen geht über die Mathematik. Und "die Natur ist vermutlich auch in der Zeit komplex, mehrschichtig, vielleicht gibt es viele Zeiten gleichzeitig, mehrere Zeitkoordinaten", wird im Montasgesprächsinfo gemutmaßt. Das Spiel der Polymetrik sei als Spiel mit vielen Zeitdimensionen und mit freien Stimmungen zu sehen und für den Computer gut geeignet, ist zu erfahren. Trüstedt errechnet , wenn er mit dem Lap-Top Musik kreiert. In der Musik verwendet Trüstedt den veralteten Begriff Polytempik nicht mehr. Grundsätzlich geht es ihm um die Suche nach dem Anderen. Um andere rhythmischen Gebilde etwa. Und eher um Gedanken und nicht um großartige Interpretationen."Die Tasten auf dem Klavier sind abendländisch, die Musik aber nicht", sagt er. Ein Vorbild für ihn ist Herrmann von Helmholtz. Und Trüstedt spielt außerdem auch das Chin-Instrument. Ihm ist Asiatisches nahe.

Vier Klangbilder von "Spuren der Polymetrik", die mit einem 12-stimmigen Akkord beginnen und scheinbar chaosartig enden

Beim Montagsgespräch "Spuren der Polymetrik" wird der Begriff Polymetrik auf alle Parameter eines Klangereignisses ausgeweitet. Theoretisch erklärt kann man sich 12 Metronome vorstellen, die nicht nur für den sich gleichmäßig wiederholenden Zeitpunkt eines Ereignisses zuständig sind, sondern für alle Klangparameter. Jeder Satz hat dabei eine andere Metrik der Pulse. Für die vier präsentierten Klangbilder gibt es vier Vorspiele durch den Computer, die mit einem 12-stimmigen Akkord beginnen, mit Tönen, die dann im Verlauf des Stücks auseinanderlaufen. Das Laptop-Spiel ist an die Tonhöhen gebunden. Horn, Klavier und Kontrabass können sehr frei handeln, agieren, interpretieren und improviieren. Das scheinbar Chaosartige, das dabei entsteht hat eine konkrete innere Puls-Struktur.
Die vier Klangbilder sind betitelt mit: "Goldener Schnitt", "Chromatik", "Eulerzahl" und "Kreiszahl". Nach jedem 60-sekundigen Vorspiel mit dem Compter und einer kurzen, aber expliziten Pause spielt das Autoren-Ensemble zum benannten Thema ein kleines Stück. Das Ergebnis ist ein 20-minütiges Gesamtstück, das durch unterschiedliche Stimmungen führt. Im Wechselspiel von vielen Stimmungslagen dominiert zu Beginn eher eine dumpf schemenhaft tieftonige Klangschicht  Klangschicht mit melancholischer Grundeinstellung. Dann aber wird immer wieder auch lebhafterer, härter, kühnerer Rhythmus eingesetzt. Andererseits kann man fast Lamentierendes oder Klageähnliches wahrnehmen. Oder wiederum Hektik und Unruhe. Schließlich ortet man durchaus leichtherzig Jazziges bis Free Jazziges des abschließenden Parts. Man kann sich dem Ganzen zwar jeweils einzeln analysierend nähern, aber sich frei zuhörend und wahrnehmend durch die 20 Minuten Musik treiben zu lassen ist die schöne, intuitiv mögliche Seite der Aufführung und der gespielten vier Parts, auch wenn alles teils kühl errechnet ist. Der Gesamtcharakter des Ensembles, stark mitgeformt durch Klavier, Horn und Kontrabass, performt schließlich emotional Improvisatorisch. Für das Autorenensemble besteht für den Abend erst einmal das Konzept, miteinander geprobt wird vorher kaum. Die Musiker bezeichnen sich als aufeinander eingespielt durch Studioerfahrung. Beim Autoren-Ensemble versteht sich jeder der Musiker als Autor in eigener Sache, der seinen Part zur Musik eigenständig beim Spielen entwickeln kann. Es geht dabei um Dinge und Vorgehensweisen wie Verdichten, Tonveränderungen, verschiedene Sprachen auf einem Instrument, wie auch die Entwicklung vom Ton zum Geräusch. Alles schon als Teil der Musikgeschichte bekannt seit Luigi Russolo, aber beim Autoren-Ensemble in einem neuen, eigenen Konzept. Die Musiker kennen sich als Teil einer Musikszene, die mit Improvisation, Neuer Musik und Free Jazz kreativ umzugehen weiß schon seit 15 Jahren und sind sich ihrer Sache ziemlich sicher.

 Polymetrik in der Musikgeschichte vor dem Autoren-Ensemble : Charles Ives, Iannis Xenakis, Conlon Nancarro, György Ligeti

Namhafte Komponisten befassten sich in früheren Zeiten schon mit der Polymetrik. Und sind natürlich auch Bezugspunkte für das Autoren-Ensemble. Charles Ives und Iannis Xenakis arbeiteten in ihrem Werk immer wieder auch polymetrisch. Von György Ligeti gibt es das polymetrische Stück "Poème Symphonique For 100 Metronomes", das als Klanginstalation in unterschiedlichen Aufführungen aufgebaut werden kann. Wolf-DieterTrüstedt sagt, dieses Stück entspreche durchaus auch seiner Arbeitsweise. Ligeti stellte sich also teils gleiche künstlerische Fragen wie Trüstedt. Auch Conlon Nancarrow spielte mit der Polymetrik. Seine »Studies For Player Piano« werden noch heute auf Selbstspielklavieren auf die Bühne gebracht. Das sind historische Instrumente, auch Pianolas genannt, die in Deutschland zu Phonolas wurden, und von in Papierrollen gestanzten Partituren, von Lochstreifen, gesteuert sind. Polymetrik wurde im Lauf der Musikgeschichte immer wieder von Komponisten eingesetzt. Auch in der Rockmusik gingen manche Musiker darauf ein, wie Robert Fripp von King Crimson. Das Autoren-Ensemble in München nutzt die gesamte musikgeschichtliche Kenntnis natürlich mit für sein Konzept "Spuren der Polymetrik".

(Anmerkung: Die Informationen und Theorien zur Polymetrik sind von Wolf-DieterTrüstedt)

 www.echtzeithalle.de

veröffentlicht: www.kultura-extra.de

Friday, September 05, 2014


Majke Voss Romme


Über Freude, Traurigkeit, Hoffnung in ihrem Gefühlsleben singt Majke Voss Romme als Broken Twin: Lo-Fi, Reduktion, Minimalismus und liebevolle Kleinigkeiten und Details in mal melancholischen, mal optimistischen Liedern von "May"

Broken Twin, das ist die dänische Singer-Songwriterin Majke Voss Romme. Mit ihrem Debut "May" ist sie thematisch mitten im Frühling und gleichzeitig in der Melancholie, also textlich tendierend auch zu Herbst- und Winterstimmung. So sind Songs mit "Sun Has Gone" oder "River Raining" betitelt. Romme spielt Piano oder manchmal Gitarre und das vorzugsweise schlicht und reduziert. Sie achtet schätzend und liebevoll auf jede Kleinigkeit und alle Details. Und das auch bei ihren Musikinstrumenten. Eines ihrer Pianos stammt von einer alten Dame aus ihrer Heimatstadt. "I love old pianos – they always seem to have a story.”, erzählt Romme. Beim Gesang zu den Geschichten ihrer Lieder singt sie mit unterkühlter und doch gefühlvoller Stimme. Wie sie Trauriges und Frohes gleichermaßen verarbeiten kann, das stellt sie mit ihren höchst minimalistischen Songs musikalisch zur Schau. Sparsam ergänzt wird die Instrumentierung des Albums teilweise durch Streicher, Gitarre, Bass, Percussion auch von Mitmusikern. Alles ist Lo-Fi und reduktiv gehalten. Oft so Minimalistisch wie es geht, aber der Aussagekraft fehlt es dabei an nichts. Im Gegenteil. Rommes musikalisch perfekt gekonnter Minimalismus ist zwar manchmal geradezu spartanisch, aber das trotzdem voller Feeling. Produziert hat Romme selbst und abgemischt wurde teilweise von Ian Caple, den man von Tindersticks and Tricky kennt. Majke Voss Romme lässt wissen: “Of course I like different kinds of music, but I’ve always been attracted by simplicity and music that has a melancholic vibe. It just seems to resonate with me.” Inspirierende Vorbilder sind für Romme z.B. Bill Callahan, Nico, Lou Reed und Stina Nordenstam. Die Singer-Songwriterin kommt bei "May" aber völlig eigenständig zu poetischen und realistischen Aussagen. Mal über Trauriges, mal über Hoffnungsvolles. "Spring is a time when everything is changing. It's a hopeful season," sagt Romme. Vielleicht ist bei ihr aber alles eher ein Wintertraum. Und auch Live sind Broken Twin zu hören, das in der Besetzung Majke Voss Romme mit Under Byen und Nils Gröndahl.

Broken Twin
"May"

brokentwin.com

veröffentlicht: titel-kulturmagazin.net
veröffentlicht: www.melodiva.de

Friday, August 15, 2014

Sarah Schrifts Maler- und Musikerinspiration: die Folkmusikerin Joni Mitchell mit einem Selbstporträt

Understatement, Natürlichkeit, Ungeschliffenheit, Echtheit - Das Akustik-Trio The Sours

Musik vom New Yorker Akustik-Trio The Sours klingt auf erfrischend einfache und unprätentiöse Weise nach mehr als bloß hübschem Beiwerk. The Sours berühren mit Understatement, Natürlichkeit und Ungeschliffenheit. Auf menschliches Gefühl und Echtheit wird stärker Wert gelegt als auf technische Produktion. Sanfte Annäherungen und leise Eindringlichkeit sind ihnen näher als alles Laute, Großartige, Überrumpelnde und Spektakuläre. Ihre Songs sind eher für klarsichtige und ungeschwätzige Menschen als für übertreibende und gesprächige  Prahler. Das ist sympathisches Songwriting vielleicht auch einfach nur so profan für's Alltägliche.
The Sours sind Sarah Schrift, Sasha Markovic und Kana Momitsubo. Das Trio siedelt sich mit liebenswerten, manchmal leicht ironischen Songs an in der Verwandtschaft eines der Vorbilder Joni Mitchell. Präsentiert werden sparsam höchstens mit zwei Gitarren und einem Piano begleitete Songs. Die Lyrics als Mitteilungen aus dem Leben der drei New Yorker Musikerinnen und Musiker entstehen aus allen möglichen Lebensbeobachtungen. Mit klarer Stimmme und Gitarre ist Sarah Schrift Hauptinitiatorin von The Sours. Schrift veröffentlicht zudem als bildende Künstlerin auch in Galerien und nicht nur auf Coverdesign.


The Sours
"The Sours"
(Zoze Music/Moonjune Records)
Und der Symbolist Odilon Redon als eine der Künstlerinspirationen für Sarah Schrift von The Sours.

veröffentlicht: titel-kulturmagazin.net
veröffentlicht: www.melodiva.de

Wednesday, August 13, 2014

Bild: The Carper Family


New-Old-Music aus der Country-Szene mit The Carper Family

Astreinen Bluegrass bieten The Carper Family.  Auf "Old-Fashiond Gal", ihrem zweiten Album, haben sie wieder einen gelungenen Song nach dem anderen parat. Die seit vier Jahren existierende The Carper Family sind namentlich Melissa Carper (Upright Bass), Beth Chrisman (Fiddle), and Jenn Miori (Gitarre). Die drei Musikerinnen haben ihren Bluegrass in old-fashioned Country-Tradition diesmal von Billy Lee Myers und  insbesondere Dobro und Steel Gitarristin Cindy Cashdollar coproduzieren lassen. Diese kooperierte u.a. schon mit Bekanntheiten wie Bob Dylan, Asleep At The Wheel und Ryan Adams. Wirklich großartige Arbeit wurde für "Old-Fashioned Gal" getan. Ein Songjuwel nach dem anderen eingespielt. The Carper Family beherrschen Instrumente und Harmoniegesang und sie müssen swingenden Country, Old-Time-Music, Bluegrass  lieben, sonst würden sie nicht so authentisch und perfekt klingen. Schöner als von The Carper Family geht kaum. Außer den Eigenkompositionen sind Stücke von Neil Young, Larry Sparks und Floyd Tillman auf der CD und beteiligt haben sich Gastmusiker wie Bill Kirchen, Brennen Leigh und Lisa Pankratz. Neben Old-Country gibt es diesen erstklassigen, als New-Old-Music bereichneten aktuellen Bluegrass. bestens repräsentiert  von den Musikerfrauen von The Carper Family und einigen Musikerkollegen.

www.carperfamilyband.com

veröffentlicht: titel-kulturmagazin.net
veröffentlicht: www.melodiva.de

Tuesday, August 12, 2014

Norwegens Jazzszene mit sPacemoNkey, Moskus und 1982

Experimentelle und romantizistische Klänge von sPacemoNkey

Verankert zwischen Tradition und Experiment ist das sPacemoNkey-Duo, ein Project von Morten Qvenild (Piano) und Gard Nilssen (Schlagzeug), wie ein musikalisch seltsam kapriziöses Ding im Meer der Improvisation. Vorsichtig Zartes ertastend bis hin zu mutig chaotisch Wildes bauend bieten die beiden norwegischen Musiker auf ihrem Debut  "The Karman Line" avantgardistische  Soundgefüge, geformt wie futuristische Raumschiffe oder auch manchmal wie einfache Boote des Musikkosmos des Free Jazz, der Improvistion und der Neuen Musik. Über ein Jahrzehnt sind die zwei Musiker schon in diversen Bands aktiv. Morten Qvenild  geörte zu In the Country, Shining, Jaga Jazzist, Trinity, and Susanna and the Magical Orchestra und Gard Nilssen zu Bushman’s Revenge, Astro Sonic, Puma, The Trondheim Jazz Orchestra and Susanne Sundfør’s Band. "The Karman Line" hat   das Avant-Duo sPacemoNkey im Propeller Studio in Oslo und im Duper Studio in Bergen erarbeitet zusammen mit Jørgen Træen. Die poetische Welt der Musiker aus verspielt Phantastischem im frei Improvisatorischen treibend verbindet romantizistische und (post-)postmoderne Elemente und Momente zu merkwürdig hübschen Klang-Tracks betitelt etwa mit "Aeronautics", "Darkness" oder "Landing Day".

Holprig modern-jazzig-minimalistisches von Moskus

Mit "Mestertyven" ("Master Thief") hat das norwegische Free Jazz-Trio Moskus sein zweites Album veröffentlicht. Anja Lauvdal (Piano), Fredrik Luhr Dietrichson  (Bass) und Hans Hulbækmo (Schlagzeug) nahmen nicht in Oslo im Studio sondern im Holzbau der Risør Church auf. Und nicht der Flügel sondern ein Upright-Piano prägen den Sound des Trios. Wie in einem Club oder einem Café gespielt wirken die von Anja Lauvals Piano geprägten und dominierten Musikstücke. Erinnerungen an die Zeiten des Modern Jazz mit Thelonious Monk scheinen aufzutauschen in holprig rauen, repetetiv rhythmischen Strukturen und mit Elementen der Minimal Music versehenen Improvisationsstücken von Moskus und deren höchst eigenwilligerm Jazz.

Sonderbar Kammermusikalisches von 1982

Das norwegische Trio 1982, bestehend aus den Musikern Nils Økland (Fiddle, Violine, Stimme), Sigbjørn Apeland (Harmonium, Piano) and Øyvind Skarbø (Schlagzeug, Percussion), kooperierte für das Album "A/B" teils mit einer ergänzenden Bläserformation. A und B des Titelnamens stehen für die beiden Seiten einer Langspielplatte. Für die erste Seite ist ein knapp 20-minütiges Stück mit Bläsern vorgesehen. Sonderbar träge, abgehobene Neue Kammermusik in Jazzgefielden, die wie ein Soundtrack wirkt. Diverse kürzere Stücke des Trios bedeuten die zweite Seite. Diese fällt prog-rock-jazzig und kammermusikalisch-folkig aus und gebiert sich kurios und tranceartig. Eine Märchenwelt für alle möglichen sonderbaren Tagträumer, Nachtschwärmern und Ästhetizisten lässt 1982 entstehen, die im Zeitlosen tatsächlich ein Zuhause zu haben scheint in  eigenartigen Dörfern, Städten und Landschaften oder vielleicht auch nur der Fantasie.

sPacemoNkey
"The Karman Line"
Moskus
"Mestertyven"
1982
 "A/B"
(Hubro)



hubromusic.com

veröffentlicht: kultura-extra
veröffentlicht: titel-kulturmagazin.net

Monday, August 11, 2014

Folkdays aren't over...Höchste Versiertheit und Einfühlsamkeit auf der Gitarre - Richard Thompson mit "Acoustic Classics"

 Nach dem Album "Electric", das Richard Thompson 2013 mit seinem Electric Trio veröffentlichte, folgt nun  solo und völlig akkustisch eingespielt"Accoustic Classics". "I really wanted to have something that would reflect the acoustic shows," kommentiert Thompson diese CD mit neu aufgenommenen alten Songs zur akustischen Gitarre, herausgebracht auf seinem eigenen Label Beeswing. Aus seiner über 40-jährigen Musikerzeit stammen die erlesenen Songperlen des Folk und Folkrock. Der in London und LA lebende gebürtige Engländer Thompson, einst Fairport Convention-Gründer vor seiner Solo-Karriere, ist ein exzellenter Gitarrist. Er ist einer der besten vielleicht. Thompson, der akustische und elektrische Gitarre gleichermaßen einzigartig spielen kann, featured Klassiker früherer Alben und legendäre Songs seiner Musikerjahre auf "Acoustic Classics". Mit seiner warmen, eindringlichen Stimme, die er im entscheidenden Moment auch schneidend werden lassen kann, trägt der 65-jährige Geschichten vor, die in der Songwriting-Tradition der Qualität eines Bob Dylan nicht nachstehen. Und Thompson ist dabei auf der akustischen Gitarre an Versiertheit und Einfühlsamkeit kaum zu übertreffen.  Das zeigt das bekannte "I Want To See The Bright Lights Tonight" genauso wie "Walking On A Wire", "One Door Opens" oder "Valerie". In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Richard Thompson für seine Platten einige Zeit mit seiner Frau Linda zusammen und mit Musikern wie John French, Henry Kaiser, Fred Frith oder  Danny Thompson. "Acoustic Classics" nun präsentiert Thompson pur in kaum zu übertreffenden Weise. Das Album ist reine, hochkarätige Ware. Thompsons Stimme und seine Gitarre gehören zum Allerfeinsten überhaupt in der Folk- und Rock-Tradition und -Geschichte.Genießend wissen das seine Langzeit-Fans. Und wer ihn gerade bewußt entdeckt, kann mit dieser jüngsten Veröffentlichung bestens in den Thompson-Songwriting-Kosmos einsteigen.

Richard Thompson
"Acoustic Classics"
(Beeswing/Proper)

 www.richardthompson-music.com

veröffentlicht: titel-kulturmagazin.net