Tuesday, December 29, 2015

"Case/Lang/Veirs " - harmonischer Country-Folk-Pop

Fast zeitgleich zur Vinyl-Box  " Truckdriver, Gladiator, Mule" veröffentlichte Neko Case im Trio mit K. D. Lang und Laura Veirs die CD "Case/Lang/Veirs " Manche bezeichnen dies einfach als schönen Dreampop. Ich jedenfalls verliere jedesmal gleich das Interesse Neko Case zuzuhören, in welcher musikalischen Formation auch immer. Sie umhüllt mit hübschen Arrangements, dass ihre Lyrics teilweise nur mies sind. Sie ist immer irgendwie mainstreamig poppig und ungeschönt folkig zugleich und mehr oder weniger kommerziell Americana. Sie ist nur Standard. Ich sehe Neko Case zunehmend  kritisch und zwar seit Jahren  als ich ihr einmal  im Konzert gegenüberstand. Schon immer gibt es diverse andere Songwriterinnen, an deren einzigartigen Fähigkeiten ich keinesfalls zweifle und worauf ich oft auch in Rezensionen hinweise. Von genanntem Trio ist die Songwriterin Kathryn Dawn Lang, die sich kurz K. D. Lang nennt und eigentlich mit kleinen Anfangangsbuchstaben geschrieben wird,  mit ihren eigenen Produktionen erwähnenswerter. Bei ihr hat Country in Verbindung mit Pop besonderes Flair. Die Kanadierin, die im Lauf ihres Lebens  in diversen U.S.-Städten wohnte und arbeitet, schreibt immer wieder bezaubernde Songs. Um noch Laura Veirs zu nennen: Ihre eigenes Songmaterial gehört zum ziemlich fein gesponnenen folkigen Popspektrum. Ihr Partner Tucker Martine fungierte als Produzent des Trios. Das Album "Case/Lang/Veirs "ist harmonischer Country-Folk-Pop, den als CD-Cover eine bunte Landschaftsfantasie des Malers Elliott Green ziert.
"Case/Lang/Veirs "
Anti/Indigo 

Monday, December 28, 2015

Folkdays aren't over: Songwriting, Pop, Protestsong oder Mélange, was soll es sein? Anmerkungen zu Alben von Neko Case

Hier also Gute-Laune-Americana á la Neko Case. Ungeschliffen, eckig und  kantig kann Americana, Alternative Country und Country Noir allerdings jederzeit sein. Ich höre den aktuellen Neko Case-Sampler, der mir vorliegt um die soeben veröffentlichte 9 Scheiben umfassende Vinyl-Box " Truckdriver, Gladiator, Mule" zu repräsentieren. Fragt sich also, Songwriting besser nett und glatt oder eher verschroben und widerspenstig.
Generell: Bekommen wir überhaupt zunehmen mehr Easy Listening im Pop, Songwriting, Jazz etc. als Ablenkung? Soll philosophischer, soziologischer, politischer Diskurs für viele nicht in der Musikkultur sein? Das ist natürlich sofort zu hinterfragen. Tatsächlich sind wohl Songs die gute Laune schaffen ein Weg um Probleme wegzuschieben wenigstens vorübergehend. Ob sich damit grundlegend oder zeitweilig etwas zum Guten verschiebt, ist die andere Frage. Schwierigkeiten in Songs zu verpacken ist eine andere Möglichkeit, die dem Songwriting zueigen ist. Ob sich damit, also mit Bewußtmachung und Bewußtsein schaffen, etwas zum Besseren in der Welt verändern  lässt, ist auch eine Frage. Was hat Joan Baez, früher explizit als Protestsängerin bezeichnet, bisher bewirkt? Es ist vielleicht einfach persönliche Vorliebe, ob jemand Problematiken verdrängen oder verarbeiten will. Und es ist einfach das persönliche Interesse einer Songwriterin/eines  Songwriters, welcher Part ausgesucht wird. Eine Gitarre und Lieder gehören jedenfalls zu unserem demokratischen und friedliche Spektrum, ob hübsch oder sperrig.
Um also nochmal auf Neko Case zu sprechen zu kommen: Die Grafikerin und Malerin Neko Case, die sich dem Songwriting zugewandt hat, konnte mich bisher nicht dazu bringen, mich mit ihrer Arbeit sehr umfangreich zu befassen. Ich hab ihre Songs gelegentlich nebenbei gehört. Obwohl Case-Songs wirklich hübsch klingen und sich eigentlich perfekt, schön und gut anhören.  Für jene, die sich mit Case näher befassen wollen, gibt es die ihre Karriere überspannende Vinyl-Box " Truckdriver, Gladiator, Mule" und damit die Möglichkeit Neko Case zu entdecken. Was ich vorerst neutral weitergebe, weil ich bisher weder für noch gegen sie viel einwenden möchte.

"Case/Lang/Veirs "

Fast zeitgleich veröffentlichte Neko Case im Trio mit K. D. Lang und Laura Veirs die CD "Case/Lang/Veirs " Manche bezeichnen dies einfach als schönen Dreampop. Ich jedenfalls verliere jedesmal gleich das Interesse Neko Case zuzuhören, in welcher musikalischen Formation auch immer. Sie umhüllt mit hübschen Arrangements, dass ihre Lyrics teilweise nur mies sind. Sie ist immer irgendwie mainstreamig poppig und ungeschönt folkig zugleich und mehr oder weniger kommerziell Americana. Sie ist nur Standard. Ich sehe Neko Case zunehmend  kritisch und zwar seit Jahren  als ich ihr einmal  im Konzert gegenüberrstand. Schon immer gibt es diverse andere Songwriterinnen, an deren einzigartigen Fähigkeiten ich keinesfalls zweifle und worauf ich oft auch in Rezensionen hinweise. 

 Neko Case
" Truckdriver, Gladiator. Mule"
Label:  Anti/Epitaph

"Case/Lang/Veirs "
Anti/Indigo