Wednesday, October 26, 2016

"...Theater der Pop-Musik..." und der Musikszene : Autorensituation und Andershören im Musik-Journalismus - Über journalistische Texte, Bedeutungsverschiebung und manch falsches Interpretieren diverser Leser journalistischer Rezensionen

Faktisches Statement zu meiner journalistischen Arbeit im Independent-Bereich: Und zwar gegen Fehlinterpretation durch Unvermögen oder Absicht manch lesender Person und für journalistische Autotentexte und deren Eigenständigkeit und wenn intendiert unabhängigen Existenz vom direkten Kontext, in dem der Musiker, Künstler, Kulturschaffende agiert und in dem sich die Arbeit des Musikers, Künstlers, Kulturschaffenden darstellt.
 Fakt ist: Beruflich biete ich als Kulturjournalistin kulturinteressierten Lesern Texte, Bilder und Informationen.
Bedeutungsverschiebungen im Musik-Journalismus und im  "...Theater der Pop-Musik..." (Diedrich Diederichsen)

Jedem Musiker, Künstler, Autor muss klar sein, dass es bei der Rezeption seiner Arbeit zu diversen Bedeutungsverschiebungen kommt. Zu Bedeutungsverschiebung beim Gebrauch von Musik und Songs findet sich bei Diedrich Diederichsen folgender Satz: "Auch die Bedeutungsverschiebung, die durch Wiederhören und Interpretieren entsteht und als ein wichtiges Argument für die musikalische Offenheit gilt, ist ja immer eine des Andershörens in Bezug auf ein vorangegangenes Hören." (aus "Über Pop-Musik", 2014) Aber dies gilt nur für das Hören. Ein Andershören jedes Hörers ist selbstverständlich möglich und erlaubt, jedoch ist selbstverständlich nicht erlaubt jedes individuelle Andershören meinem Hören und Interpretieren und meiner journalistischen und kulturellen Arbeit zu unterstellen.  Möglicherweise stammt diese Spezies der Lesenden aus dem Mainstream. Aber wahrscheinlich nicht nur von dort. Mehr oder weniger falsches, teils reaktionäres Interpetieren, Rezipieren und Denken jeder Couleur trifft man auf breiter Linie,  das freies und kritisches kultur-und musikjournalistisches Arbeiten nivellieren, verfälschen oder unterdrücken will. Jedenfalls ist das mir schon begegnet.

Verfälschung und willkürliche Interpretation journalistischer Texte durch manche Leser

Als anspruchsvolle, engagierte Journalistin lege ich natürlich Wert darauf veröffentlichen zu können ohne dass unzumutbar Verfälschendes über mich in den Kontext gebracht wird. Dieser Kommentar ist gegen Personen, welcher politischen Richtung oder Weltanschauung auch immer, die Kunst und Kultur, wie auch z.B. Musikjournalismus, nicht wie ich konstruktiv reflektieren können und die journalistische Texte in willkürliche, unrichtige Relation bringen und dadurch seriöse kulturelle Arbeit und kulturjournalistische Tätigkeit beeinträchtigen.
Ich arbeite und veröffentliche als freie Journalistin und Autorin für anspruchsvolle, eigenständig erwachsen reflektierende Leser und Kulturinteressierte. Und lege insbesondere Wert darauf rezensieren, berichten etc. zu können ohne dabei mit den Inhalten künstlerischer Veröffentlichungen anderer Personen willkürlich in irgendeinen unwahren, fehlinterpretierenden Zusammenhang gebracht zu werden. Meine beobachtend-kritische Perspektive in der Kultur- und Musikszene und den journalistischen Impetus eines Teils meiner kulturellen Arbeit lasse ich natürlich nicht in Abrede und in Frage stellen.

Interpretationsraum beim Rezensenten und Rezipienten und Künstler

"Performance und Pose: Das Theater der Pop-Musik - ...Rezensionen von neuen Werken der Pop-Musik lesen sich dann auch als Mischung aus der Beurteilung einer künstlerischen Leistung und der des Lebens des Betreffenden, seines Handelns, seiner strategischen Entscheidungen. Oft gelten bei letzterer ethische und politische Kriterien...wobei die Beurteilenden wissen, dass dieses Leben, welches sie exemplarisch beurteilen, ein halb fiktives ist...im Sinne der Spielregeln der Pop-Musik..." Falsches Interpretieren findet sich dabei bei diversen Rezipienten von journalistischen Rezensionen.  "...Entscheidend für Kritik kann allein sein, was sie aus der Arbeit unter dieser Spielregel macht,  bei der nie geklärt sein kann, ob ein Pop-Musiker für sich spricht oder in einer Rolle..." (aus "Über Pop-Musik", 2014, Diedrich Diederichsen)  Als Autorin und  Journalistin bin ich in Reflexion Beobachterin in der Musikszene und mit Text und Bild Dokumentarin von Musikkultur und gebe Informationen weiter. Ich höre mehr Folk, Blues, Jazz und Neue Musuk als Pop.

Ich bin Autorenjournalistin. Aber manchmal ist auch schon nur eine kleine sachliche Nachricht wichtig. Neben Journalistischem interessiert mich hauptsächlich literarische und künstlerische Arbeit.

Zitiert ist aus "Über Pop-Musik" von Diedrich Diederichsen, Kiepenheuer & Witsch, 2014

© Tina Karolina Stauner, 2017