Thursday, March 13, 2014
FOTO-COLLAGEN-PROJEKTINFO: CUT-UP-Reportage und -Montage - collagenformatige Fotodokumentation: journalistisch-künstlerische Beobachtungsskizzen
Foto-Abzüge sind in diversen Größen zu haben und auch nach individuellem Auftrag und spezieller Absprache erhältlich. Preise auf Anfrage per mail: tinakaro@arcor.de
Ein exemplarisches Collagen-Set und Infos hier: www.foto-collage-tks.blogspot.com
Tuesday, March 04, 2014
Kleiner Überblick über Frauen im Jazz: aktuelle CDs von Isabel Sörling Farvel, Shoot The Moon und Hanna Paulsberg Concept - Drei neue Formationen, die von Frauen bestimmt werden
Minimalismus ist das Terrain der Jazzer Isabel Sörling Farvel mit Auslotung über Genregrenzen in Free Jazz, Improvisation, Art Rock, Folk bis zum Bereich der Neuen Musik. Vokale Experimente und Atonales bilden Hauptmerkmale der Musik der Formation, die aus Stimme, Saxofon, Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug besteht. Von fargilen, leisen Passagen, bei denen einzelne Instrumente und der Gesang von Sörling sparsam eingesetzte Mittel sind, wird gewechselt in vollinstrumentierte, überbordende Grooves. Vom Unterkühlten und Zerklüfteten wird der Bogen gespannt in wild ekstatische Klangformen.
Betont ist allerdings insgesamt das Minimalistische, Sachliche, Nüchterne, was den Gesamtcharakter der 2013 von Isabel Sörling Farfel herausgebrachten CD prägt und deren Qualität und Eigenwilligkeit ausmacht, die sie vom Gros der Veröffentlichungen im Jazzsektor abhebt. Etwas spröde und unnahbar wirkt das Ganze und nimmt dann doch teilweise immer wieder packend in manche Parts der Stücke mit hinein.
Die schwedische Sängerin Isabel Sörling kann ihre Stimme fein Solistisch wirken lassen oder ins Musikalische einordnen beinahe wie ein Musikinstrument klingend. Wem Carla Bley oder Sidsel Endresen vertraut sind, wird auch Isabel Sörling Farvels Sound nicht zu fremd sein. "...don't say that I've been away / cause you don't know where I've been today..." singt Sörling und für weltoffene und freigeistige Menschen ist Sörlings Experimentieren und Stimmspielerei auch nichts zu Sperriges oder Abseitiges , sondern Jazz vom best Zeitgemäßen. Die fünf Mitmusiker Kim Aksnes, Otis Sandsjö, Henrik Magnusson, Alfred Lorinius und Carl-Johan Groth verstehen es aufs Einfühlsamste der außergewöhnlich spannenden Jazzstimme Sörlings die richtige Ebene und den großzügig geigneten Spielraum zu geben. (Unit Records)
Shoot The Moon heißt eine Berliner Jazzformation, in der die beiden Musikerinnen Almut Schlichting (Saxofon) und Winnie Brückner (Stimme) eine entscheidende Rolle spielen. Zusammen mit Tobias Dettbarn (Klarinette), Sven Hinse (Bass) und Max Andrzejewski (Schlagzeug) crossovern sie den Jazz. Bluesige und jazzige Songs, die einen sowohl ganz alltäglichen, als auch abgehoben literarischen Lyrikkosmos kreieren, bringen in durchaus angenehme Laune und sind doch nicht einfach nur Mainstreamware. Almut Schlichting spielt bei mehreren Gruppierungen mit und ist auch Komponistin, die sich zudem zusätzlich an Theaterprojekten beteiligt. Auch Winnie Brückner hat noch musikalische Parallelkonzepte zu Shoot The Moon. "Big Black Dogs", die dritte CD der Band, spielt sich in einem Bereich ab, der durchaus im eingängigen Songwriting ist einerseits, und doch auch zum zeitgenössischen Jazz gehört. Ein gutes Maß an Retro-Pop, folkloristischen Elementen und einen Touch Klassik weist das musikalisch ins verquere tendierende Jazzkonzept der Band auf.
Bestens geeignet für Sommersonntage in Berlin, meinen Shoot The Moon. Doch auch an kalten Tagen und überall lässt sich mit "Big Black Dogs" eine Brise Idylle in den Tag holen. Auch etwas für magische Fische und nicht nur schwarze Hunde soll "Big Black Dogs" sein. Eine hohe Dosis Kaffee kann zur Musik immerhin nicht schaden, sagen wir mal ganz besonders in nächtlichem Ambiente von geheimnisvollem Grün. Dann kommen die warmen Grooves und die imaginative Improvisation manch bizarr schillernder Songs jedenfalls zur totalen Geltung. Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister immerhin. (Wismart)
Das Hanna Paulsberg Concept aus Norwegen bewegt sich mehr im Traditionalistischen als im Avantgardistischenen des Jazz. Interpretiert wird Jazz, wie er schon seit einiger Zeit wohlbekannt ist, aber das eben auf eine durchaus erfrischend klingende Weise. Melodisch swingend Improvisatorisches ist Kennzeichen des Konzepts der Band und wird auch auf der aktuellen CD "Song For Josia" umgesetzt. Eher sanft, pastös, zart und locker sind die Saxofonmelodien und der gesamte Sound der Band passt sich dem entsprechend an. Hanna Paulsberg, als studierte und tendenziell erstklassige Saxofonistin, kann sich auf die kongeniale Mitwirkung verlassen von Trygve Fiske am Bass, Hans Hulbækmo an den Drums und Oscar Grönberg am Piano. "Song For Josia" ist Musik für entspanntes Hören, die bei Gesprächen, neben der Arbeit und auch bei Ruhepause keinesfalls irritiert, sondern mit fließend Energetischem und minimalistischen Momenten immer Backing sein kann. Anspieltip, um das Saxofon von Hanna Paulsberg mal kurz anzutesten, ist das zweiminütige "A Coat Of Many Colors". Wer mehr will von Paulsberg, kann zwei CDs des Hanna Paulsberg Concepts entdecken. Und Paulsberg ist noch aktiv mit dem Frauentrio Gurls, mit Torstein Ekspress und mit Trondheim Jazz Orchestra. Sie beginnt sich gerade als Instrumentalistin und Komponistin in der Jazzszene zu behaupten. (Øra Fonogram)
www.isabelsorling.com
www.hannapaulsberg.com
www.shootthemoonberlin.de
veröffentlicht: www.culturmag.de www.aurora-magazin-at
Minimalismus ist das Terrain der Jazzer Isabel Sörling Farvel mit Auslotung über Genregrenzen in Free Jazz, Improvisation, Art Rock, Folk bis zum Bereich der Neuen Musik. Vokale Experimente und Atonales bilden Hauptmerkmale der Musik der Formation, die aus Stimme, Saxofon, Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug besteht. Von fargilen, leisen Passagen, bei denen einzelne Instrumente und der Gesang von Sörling sparsam eingesetzte Mittel sind, wird gewechselt in vollinstrumentierte, überbordende Grooves. Vom Unterkühlten und Zerklüfteten wird der Bogen gespannt in wild ekstatische Klangformen.
Betont ist allerdings insgesamt das Minimalistische, Sachliche, Nüchterne, was den Gesamtcharakter der 2013 von Isabel Sörling Farfel herausgebrachten CD prägt und deren Qualität und Eigenwilligkeit ausmacht, die sie vom Gros der Veröffentlichungen im Jazzsektor abhebt. Etwas spröde und unnahbar wirkt das Ganze und nimmt dann doch teilweise immer wieder packend in manche Parts der Stücke mit hinein.
Die schwedische Sängerin Isabel Sörling kann ihre Stimme fein Solistisch wirken lassen oder ins Musikalische einordnen beinahe wie ein Musikinstrument klingend. Wem Carla Bley oder Sidsel Endresen vertraut sind, wird auch Isabel Sörling Farvels Sound nicht zu fremd sein. "...don't say that I've been away / cause you don't know where I've been today..." singt Sörling und für weltoffene und freigeistige Menschen ist Sörlings Experimentieren und Stimmspielerei auch nichts zu Sperriges oder Abseitiges , sondern Jazz vom best Zeitgemäßen. Die fünf Mitmusiker Kim Aksnes, Otis Sandsjö, Henrik Magnusson, Alfred Lorinius und Carl-Johan Groth verstehen es aufs Einfühlsamste der außergewöhnlich spannenden Jazzstimme Sörlings die richtige Ebene und den großzügig geigneten Spielraum zu geben. (Unit Records)
Shoot The Moon heißt eine Berliner Jazzformation, in der die beiden Musikerinnen Almut Schlichting (Saxofon) und Winnie Brückner (Stimme) eine entscheidende Rolle spielen. Zusammen mit Tobias Dettbarn (Klarinette), Sven Hinse (Bass) und Max Andrzejewski (Schlagzeug) crossovern sie den Jazz. Bluesige und jazzige Songs, die einen sowohl ganz alltäglichen, als auch abgehoben literarischen Lyrikkosmos kreieren, bringen in durchaus angenehme Laune und sind doch nicht einfach nur Mainstreamware. Almut Schlichting spielt bei mehreren Gruppierungen mit und ist auch Komponistin, die sich zudem zusätzlich an Theaterprojekten beteiligt. Auch Winnie Brückner hat noch musikalische Parallelkonzepte zu Shoot The Moon. "Big Black Dogs", die dritte CD der Band, spielt sich in einem Bereich ab, der durchaus im eingängigen Songwriting ist einerseits, und doch auch zum zeitgenössischen Jazz gehört. Ein gutes Maß an Retro-Pop, folkloristischen Elementen und einen Touch Klassik weist das musikalisch ins verquere tendierende Jazzkonzept der Band auf.
Bestens geeignet für Sommersonntage in Berlin, meinen Shoot The Moon. Doch auch an kalten Tagen und überall lässt sich mit "Big Black Dogs" eine Brise Idylle in den Tag holen. Auch etwas für magische Fische und nicht nur schwarze Hunde soll "Big Black Dogs" sein. Eine hohe Dosis Kaffee kann zur Musik immerhin nicht schaden, sagen wir mal ganz besonders in nächtlichem Ambiente von geheimnisvollem Grün. Dann kommen die warmen Grooves und die imaginative Improvisation manch bizarr schillernder Songs jedenfalls zur totalen Geltung. Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister immerhin. (Wismart)
Das Hanna Paulsberg Concept aus Norwegen bewegt sich mehr im Traditionalistischen als im Avantgardistischenen des Jazz. Interpretiert wird Jazz, wie er schon seit einiger Zeit wohlbekannt ist, aber das eben auf eine durchaus erfrischend klingende Weise. Melodisch swingend Improvisatorisches ist Kennzeichen des Konzepts der Band und wird auch auf der aktuellen CD "Song For Josia" umgesetzt. Eher sanft, pastös, zart und locker sind die Saxofonmelodien und der gesamte Sound der Band passt sich dem entsprechend an. Hanna Paulsberg, als studierte und tendenziell erstklassige Saxofonistin, kann sich auf die kongeniale Mitwirkung verlassen von Trygve Fiske am Bass, Hans Hulbækmo an den Drums und Oscar Grönberg am Piano. "Song For Josia" ist Musik für entspanntes Hören, die bei Gesprächen, neben der Arbeit und auch bei Ruhepause keinesfalls irritiert, sondern mit fließend Energetischem und minimalistischen Momenten immer Backing sein kann. Anspieltip, um das Saxofon von Hanna Paulsberg mal kurz anzutesten, ist das zweiminütige "A Coat Of Many Colors". Wer mehr will von Paulsberg, kann zwei CDs des Hanna Paulsberg Concepts entdecken. Und Paulsberg ist noch aktiv mit dem Frauentrio Gurls, mit Torstein Ekspress und mit Trondheim Jazz Orchestra. Sie beginnt sich gerade als Instrumentalistin und Komponistin in der Jazzszene zu behaupten. (Øra Fonogram)
www.isabelsorling.com
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Monday, February 10, 2014
Sunday, February 09, 2014
Melodisches und Traditionalistisches aus Norwegens Jazzszene
Das Hanna Paulsberg Concept aus Norwegen bewegt sich mehr im Traditionalistischen als im Avantgardistischenen des Jazz. Interpretiert wird Jazz, wie er schon seit einiger Zeit wohlbekannt ist, aber das eben auf eine durchaus erfrischend klingende Weise. Melodisch swingend Improvisatorisches ist Kennzeichen des Konzepts der Band und wird auch auf der aktuellen CD "Song For Josia" umgesetzt. Eher sanft, pastös, zart und locker sind die Saxofonmelodien und der gesamte Sound der Band passt sich dem entsprechend an. Hanna Paulsberg, als studierte und tendenziell erstklassige Saxofonistin, kann sich auf die kongeniale Mitwirkung verlassen von Trygve Fiske am Bass, Hans Hulbækmo an den Drums und Oscar Grönberg am Piano. "Song For Josia" ist Modern Jazz für entspanntes Hören, der bei bei Gesprächen, neben der Arbeit und auch bei Ruhepause keinesfalls irritiert, sondern mit fließend Energetischem und minimalistischen Momenten immer Backing sein kann. Anspieltip, um das Saxofon von Hanna Paulsberg mal kurz anzutesten, ist das zweiminütige "A Coat Of Many Colors". Wer mehr will von Paulsberg, kann zwei CDs des Hanna Paulsberg Concepts entdecken. Und Paulsberg ist noch aktiv mit dem Frauentrio Gurls, mit Torstein Ekspress und mit Trondheim Jazz Orchestra. Sie beginnt sich gerade als Instrumentalistin und Komponistin in der Jazzszene zu behaupten.
www.hannapaulsberg.com
veröffentlicht: www.melodiva.de
Das Hanna Paulsberg Concept aus Norwegen bewegt sich mehr im Traditionalistischen als im Avantgardistischenen des Jazz. Interpretiert wird Jazz, wie er schon seit einiger Zeit wohlbekannt ist, aber das eben auf eine durchaus erfrischend klingende Weise. Melodisch swingend Improvisatorisches ist Kennzeichen des Konzepts der Band und wird auch auf der aktuellen CD "Song For Josia" umgesetzt. Eher sanft, pastös, zart und locker sind die Saxofonmelodien und der gesamte Sound der Band passt sich dem entsprechend an. Hanna Paulsberg, als studierte und tendenziell erstklassige Saxofonistin, kann sich auf die kongeniale Mitwirkung verlassen von Trygve Fiske am Bass, Hans Hulbækmo an den Drums und Oscar Grönberg am Piano. "Song For Josia" ist Modern Jazz für entspanntes Hören, der bei bei Gesprächen, neben der Arbeit und auch bei Ruhepause keinesfalls irritiert, sondern mit fließend Energetischem und minimalistischen Momenten immer Backing sein kann. Anspieltip, um das Saxofon von Hanna Paulsberg mal kurz anzutesten, ist das zweiminütige "A Coat Of Many Colors". Wer mehr will von Paulsberg, kann zwei CDs des Hanna Paulsberg Concepts entdecken. Und Paulsberg ist noch aktiv mit dem Frauentrio Gurls, mit Torstein Ekspress und mit Trondheim Jazz Orchestra. Sie beginnt sich gerade als Instrumentalistin und Komponistin in der Jazzszene zu behaupten.
www.hannapaulsberg.com
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Wednesday, January 08, 2014
Imaginative Improvisation, Retro-Pop, Folkloristisches und Klassik
Shoot The Moon heißt eine Berliner Jazzformation, in der die beiden Musikerinnen Almut Schlichting (Saxofon) und Winnie Brückner (Stimme) eine entscheidende Rolle spielen. Zusammen mit Tobias Dettbarn (Klarinette), Sven Hinse (Bass) und Max Andrzejewski (Schlagzeug) crossovern sie den Jazz. Bluesige und jazzige Songs, die einen sowohl ganz alltäglichen, als auch abgehoben literarischen Lyrikkosmos kreieren, bringen in durchaus angenehme Laune und sind doch nicht einfach nur Mainstreamware. Almut Schlichting spielt bei mehreren Gruppierungen mit und ist auch Komponistin, die sich zudem zusätzlich an Theaterprojekten beteiligt. Auch Winnie Brückner hat noch musikalische Parallelkonzepte zu Shoot The Moon. "Big Black Dogs", die dritte CD der Band, spielt sich in einem Bereich ab, der durchaus im eingängigen Songwriting ist einerseits, und doch auch zum zeitgenössischen Jazz gehört. Ein gutes Maß an Retro-Pop, folkloristischen Elementen und einen Touch Klassik weist das musikalisch ins verquere tendierende Jazzkonzept der Band auf.
Bestens geeignet für Sommersonntage in Berlin, meinen Shoot The Moon. Doch auch an kalten Tagen und überall lässt sich mit "Big Black Dogs" eine Brise Idylle in den Tag holen. Auch etwas für magische Fische und nicht nur schwarze Hunde soll "Big Black Dogs" sein. Eine hohe Dosis Kaffee kann zur Musik immerhin nicht schaden, sagen wir mal ganz besonders in nächtlichem Ambiente von geheimnisvollem Grün. Dann kommen die warmen Grooves und die imaginative Improvisation manch bizarr schillernder Songs jedenfalls zur totalen Geltung. Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister immerhin.
www.shootthemoonberlin.de
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Shoot The Moon heißt eine Berliner Jazzformation, in der die beiden Musikerinnen Almut Schlichting (Saxofon) und Winnie Brückner (Stimme) eine entscheidende Rolle spielen. Zusammen mit Tobias Dettbarn (Klarinette), Sven Hinse (Bass) und Max Andrzejewski (Schlagzeug) crossovern sie den Jazz. Bluesige und jazzige Songs, die einen sowohl ganz alltäglichen, als auch abgehoben literarischen Lyrikkosmos kreieren, bringen in durchaus angenehme Laune und sind doch nicht einfach nur Mainstreamware. Almut Schlichting spielt bei mehreren Gruppierungen mit und ist auch Komponistin, die sich zudem zusätzlich an Theaterprojekten beteiligt. Auch Winnie Brückner hat noch musikalische Parallelkonzepte zu Shoot The Moon. "Big Black Dogs", die dritte CD der Band, spielt sich in einem Bereich ab, der durchaus im eingängigen Songwriting ist einerseits, und doch auch zum zeitgenössischen Jazz gehört. Ein gutes Maß an Retro-Pop, folkloristischen Elementen und einen Touch Klassik weist das musikalisch ins verquere tendierende Jazzkonzept der Band auf.
Bestens geeignet für Sommersonntage in Berlin, meinen Shoot The Moon. Doch auch an kalten Tagen und überall lässt sich mit "Big Black Dogs" eine Brise Idylle in den Tag holen. Auch etwas für magische Fische und nicht nur schwarze Hunde soll "Big Black Dogs" sein. Eine hohe Dosis Kaffee kann zur Musik immerhin nicht schaden, sagen wir mal ganz besonders in nächtlichem Ambiente von geheimnisvollem Grün. Dann kommen die warmen Grooves und die imaginative Improvisation manch bizarr schillernder Songs jedenfalls zur totalen Geltung. Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister immerhin.
www.shootthemoonberlin.de
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Saturday, January 04, 2014
Souveränes Songwriting vom Allerfeinsten: Tish Hinojosa
Die Fähigkeit zum Schreiben wunderschönster Songs hat die Amerikanerin mexikanischer Herkunft Tish Hinojosa schon immer. Manchmal bis zur Perfektion. Wie diesmal. In ihre Mixtur aus mexikanischem Folk und Singer-Songwriter-Pop hat sie eine ganze Menge gespielte Naivität mit eingebaut. Gleich die beiden ersten Songs der aktuellen CD "After The Fair" sind ein Inbegriff an Hübschheit und lassen trotzdem auch an Substanziellem nicht missen. "...In this city where I am / Every now and then / I have to bite my tongue / 'Cause I'm feeling / That I don't belong..." ("Cobblestones") Tish Hinojosa lebte längere Zeit in Hamburg und in Berlin wurde nun "After The Fair" aufgenommen. Moe Jaksch hat produziert und auch als einer der prägenden Musiker mitgewirkt. Die annähernd 60-jährige Tish Hinojosa scheint musikalisch irritierend jugendlich und unverbraucht und macht also Nachfolgegenerationen vor, wie erstklassiges Songwriting geht. Singt Hinojosa spanisch ist sie immer dem Traditionsverbunden recht nah. Ihre englischsprachigen Songs hingegen sind nicht selten entdeckenswert reizende Perlen der Popmusik. Joan Baez und Kris Kristofferson, mit denen sie unter anderem auch zusammenarbeitete, sind zwar verwandte Seelen im Country, den Hinojosa durchaus auch verinnerlicht hat. Doch ist Hinojosa dem Pop oft einen guten Touch näher. Und nie gerät sie dabei in zu seichte Gewässer. Die Sängerin und Gitarristin Tish Hinojosa bietet souveränes Songwriting vom Allerfeinsten. Zudem widmet sie sich auch politischen und sozialen Themen und erhielt so schon eine Einladung von namhaften Politikern wie den Clintons.
Tish Hinojosa
"After The Fair"
www.mundotish.com
Die Fähigkeit zum Schreiben wunderschönster Songs hat die Amerikanerin mexikanischer Herkunft Tish Hinojosa schon immer. Manchmal bis zur Perfektion. Wie diesmal. In ihre Mixtur aus mexikanischem Folk und Singer-Songwriter-Pop hat sie eine ganze Menge gespielte Naivität mit eingebaut. Gleich die beiden ersten Songs der aktuellen CD "After The Fair" sind ein Inbegriff an Hübschheit und lassen trotzdem auch an Substanziellem nicht missen. "...In this city where I am / Every now and then / I have to bite my tongue / 'Cause I'm feeling / That I don't belong..." ("Cobblestones") Tish Hinojosa lebte längere Zeit in Hamburg und in Berlin wurde nun "After The Fair" aufgenommen. Moe Jaksch hat produziert und auch als einer der prägenden Musiker mitgewirkt. Die annähernd 60-jährige Tish Hinojosa scheint musikalisch irritierend jugendlich und unverbraucht und macht also Nachfolgegenerationen vor, wie erstklassiges Songwriting geht. Singt Hinojosa spanisch ist sie immer dem Traditionsverbunden recht nah. Ihre englischsprachigen Songs hingegen sind nicht selten entdeckenswert reizende Perlen der Popmusik. Joan Baez und Kris Kristofferson, mit denen sie unter anderem auch zusammenarbeitete, sind zwar verwandte Seelen im Country, den Hinojosa durchaus auch verinnerlicht hat. Doch ist Hinojosa dem Pop oft einen guten Touch näher. Und nie gerät sie dabei in zu seichte Gewässer. Die Sängerin und Gitarristin Tish Hinojosa bietet souveränes Songwriting vom Allerfeinsten. Zudem widmet sie sich auch politischen und sozialen Themen und erhielt so schon eine Einladung von namhaften Politikern wie den Clintons.
Tish Hinojosa
"After The Fair"
www.mundotish.com
Thursday, December 12, 2013
Schwerwiegendes - "Rimes - Rhymes" von Lou Reed
Ich orderte Anfang des Jahres 2013 den zu Ausstellungen veröffentlichten Fotoband "Rimes - Rhymes"von Lou Reed. In einigen Europäischen Städten, auch in Deutschland, waren Bilder seiner fotografischen Arbeit unter dem Titel "Rimes - Rhymes" gegen Ende des Jahres 2012 ausgestellt. Ich war an keinem der ausgesuchten Ausstellungsorte. Erhielt aber immerhin ein schweres, großformatiges Fotobuch mit einem Einband in abstakten Formen in Gelb bis Rot. Betrachtet man Reeds Fotos - ein Sammelsurium an Momentaufnahmen sehr eigenwilliger Art, meist Realismus, manchmal Verfremdestes - dann sieht man, dass er nicht ausgebildeter Fotograf und bildender Künstler war. Aber genauso erkennt man, was für einen speziellen Fokus Reed hatte, der dadurch entstanden war, dass er als Musiker eine Einstellung wie Künstler zu allen Dingen und Angelegenheiten des Daseins hatte. Reed war Rock'n'Roll. Und sein Rock'n'Roll war genauso street credible wie art. Reeds Rock'n'Roll war eine Form von Kunst. Genauso wie sein Fotografieren. Ein unglaublich trauriger Moment war es, als die Todesnachricht von Lou Reed am 27.10.13 im Internet aufzutauchen begann und sich rasch verbreitete. Ich hörte mir "Halloween Parade" aus dem New York Album an. Griff zu dem neben mir auf dem Tisch liegenden Fotoband "Rimes - Rhymes" und blätterte darin, in dem bitteren Wissen, Reed nie mehr begegnen zu können. "... Halloween is something to be sure / Especially to be here without you..."
Rimes - Rhyme" ist erschienen bei Editions Photosyntheses in Arles in Frankreich.
RIMES - RHYMES
veröffentlicht: www.culturmag.de
Ich orderte Anfang des Jahres 2013 den zu Ausstellungen veröffentlichten Fotoband "Rimes - Rhymes"von Lou Reed. In einigen Europäischen Städten, auch in Deutschland, waren Bilder seiner fotografischen Arbeit unter dem Titel "Rimes - Rhymes" gegen Ende des Jahres 2012 ausgestellt. Ich war an keinem der ausgesuchten Ausstellungsorte. Erhielt aber immerhin ein schweres, großformatiges Fotobuch mit einem Einband in abstakten Formen in Gelb bis Rot. Betrachtet man Reeds Fotos - ein Sammelsurium an Momentaufnahmen sehr eigenwilliger Art, meist Realismus, manchmal Verfremdestes - dann sieht man, dass er nicht ausgebildeter Fotograf und bildender Künstler war. Aber genauso erkennt man, was für einen speziellen Fokus Reed hatte, der dadurch entstanden war, dass er als Musiker eine Einstellung wie Künstler zu allen Dingen und Angelegenheiten des Daseins hatte. Reed war Rock'n'Roll. Und sein Rock'n'Roll war genauso street credible wie art. Reeds Rock'n'Roll war eine Form von Kunst. Genauso wie sein Fotografieren. Ein unglaublich trauriger Moment war es, als die Todesnachricht von Lou Reed am 27.10.13 im Internet aufzutauchen begann und sich rasch verbreitete. Ich hörte mir "Halloween Parade" aus dem New York Album an. Griff zu dem neben mir auf dem Tisch liegenden Fotoband "Rimes - Rhymes" und blätterte darin, in dem bitteren Wissen, Reed nie mehr begegnen zu können. "... Halloween is something to be sure / Especially to be here without you..."
Rimes - Rhyme" ist erschienen bei Editions Photosyntheses in Arles in Frankreich.
RIMES - RHYMES
veröffentlicht: www.culturmag.de
Wednesday, November 06, 2013
Sebadoh - Lo Fi-Attitude: manch ausgesucht Hübsches in spröder, vorwärtstreibender Indierock-Manier
Nach 14 Jahren nun ein weiteres Studio-Album von Sebadoh. Das ist Lo Fi der 90er Jahre transformiert in die jetzige Zeit. Sebadoh bildet neben Dinosaur Jr. ein anderes Bandprojekt von Saiten-Mastermind Lou Barlow, der früher auch noch The Folk Implosion formierte und als Sentridoh veröffentlichte. Barlow prägte bekanntermaßen mit Sebadoh den Indierock nicht unwesentlich.
Das jetzt vorliegende "Defend Yourself" hat die Band, diesmal neben Lou Barlow mit dabei Jason Loewenstein und Bob D'Amico, ganz eigenständig aufgenommen und auch produziert. Unprätentiös und selbstverständlich nicht bahnbrechend neu, aber um so verlässlicher und griffiger und einfach gitarrenrockig über Veränderungen im Leben reflektierend. Sebadoh war schon immer etwas auch für die, die nicht definitive Indierock-Fans waren. Also etwas abseits von jeder Strömung und trendmäßigen Bewegung. Manche hörten Dinosaur Jr. nicht, aber auf jeden Fall Sebadoh. Und wer Pearl Jam ablehnte, war dann eventuell bei Sebadoh.
Hier ein besonderer Touch Melancholie im Song, da bei anderer Gelegenheit wieder ein spezieller Moment der Freude auftauchend, so bereichern die Musiker von Sebadoh einen treibenden, aber mit cool-laid-back Geste gespielten, eher düster gefärbten Sound. Sehr vertraut und wie schon mal gehört wirkt das alles auf "Defend Yourself". Aber so treffend schön dann wieder bei Tracks wie "I Will" oder "Let It Out", dass man sich dem kaum entziehen kann und sagt, man wolle das also doch noch haben. Speziell auch die Sanfheit an Dynamik eben genannter und mancher Songs immer wieder. Darf es also einfach mal was Nettes sein an Harmonien und Gitarrenläufen und an ausgesuchter Trägheit zwischen manchem Mid- und Up-Tempo-Beat? Und auch die hübsche Artwork des CD-Covers von Lou Barlow selbst designt noch dazu? Er lässt offenbar manche Unstimmigkeiten lässig beiseite. Um so eine Einstellung zu zelebrieren, dafür eignet sich die Musik der CD dann tatsächlich. Eine Aussage in "Seperate" ist "...define the "I" that you speak from..."
Sebadoh
"Defend Yourself"
www.sebadoh.com
veröffentlicht: www.culturmag.de
Nach 14 Jahren nun ein weiteres Studio-Album von Sebadoh. Das ist Lo Fi der 90er Jahre transformiert in die jetzige Zeit. Sebadoh bildet neben Dinosaur Jr. ein anderes Bandprojekt von Saiten-Mastermind Lou Barlow, der früher auch noch The Folk Implosion formierte und als Sentridoh veröffentlichte. Barlow prägte bekanntermaßen mit Sebadoh den Indierock nicht unwesentlich.
Das jetzt vorliegende "Defend Yourself" hat die Band, diesmal neben Lou Barlow mit dabei Jason Loewenstein und Bob D'Amico, ganz eigenständig aufgenommen und auch produziert. Unprätentiös und selbstverständlich nicht bahnbrechend neu, aber um so verlässlicher und griffiger und einfach gitarrenrockig über Veränderungen im Leben reflektierend. Sebadoh war schon immer etwas auch für die, die nicht definitive Indierock-Fans waren. Also etwas abseits von jeder Strömung und trendmäßigen Bewegung. Manche hörten Dinosaur Jr. nicht, aber auf jeden Fall Sebadoh. Und wer Pearl Jam ablehnte, war dann eventuell bei Sebadoh.
Hier ein besonderer Touch Melancholie im Song, da bei anderer Gelegenheit wieder ein spezieller Moment der Freude auftauchend, so bereichern die Musiker von Sebadoh einen treibenden, aber mit cool-laid-back Geste gespielten, eher düster gefärbten Sound. Sehr vertraut und wie schon mal gehört wirkt das alles auf "Defend Yourself". Aber so treffend schön dann wieder bei Tracks wie "I Will" oder "Let It Out", dass man sich dem kaum entziehen kann und sagt, man wolle das also doch noch haben. Speziell auch die Sanfheit an Dynamik eben genannter und mancher Songs immer wieder. Darf es also einfach mal was Nettes sein an Harmonien und Gitarrenläufen und an ausgesuchter Trägheit zwischen manchem Mid- und Up-Tempo-Beat? Und auch die hübsche Artwork des CD-Covers von Lou Barlow selbst designt noch dazu? Er lässt offenbar manche Unstimmigkeiten lässig beiseite. Um so eine Einstellung zu zelebrieren, dafür eignet sich die Musik der CD dann tatsächlich. Eine Aussage in "Seperate" ist "...define the "I" that you speak from..."
Sebadoh
"Defend Yourself"
www.sebadoh.com
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Friday, October 18, 2013
Songwriting als innere und äußere Kartographie - "Dream River" von Bill Callahan
Kartograph von Emotionalem in seinem ureigen speziellen Songwriterkosmos ist Bill Callahan schon immer. Unterwegs auf durchaus auch intellektuellen Wegen ist er dabei musikalisch mal ausgeprägter romantizistisch und lieblich, mal etwas ruppiger und gradliniger. Oft findet man ihn im Melancholischen, nicht selten im Naturalistischen. Diesmal auf "Dream River" in ausgewählter Leichtigkeit. Musikalisch wird er da eine gute Spur zu verspielt. Weniger ist bei ihm oft mehr. Und diesmal ist er wieder mal mehr in Arrangements eingetaucht, als es eigentlich gut für ihn wäre. Zwar stürzt Callahan nie ganz ab in zu eingängig hübsche Songs. Er besitzt einfach Substanz, die ihn vor sowas bewahrt. Aber er scheint es sich wohl mit "Dream River" zu leicht gemacht zu haben. So wirket es stellenweise. Ganz exquisit ist es leider nicht geraten. Mehr entschiedene Kargheit täte gut. Wie zu manchen Zeiten von Smog, dem Vorgänger-Langzeitprojekt der bisher nun vier Soloalben. Aber starke Momente gibt es auch diesmal natürlich. Sie sind eigentlich gar nicht allzu rar. Wie bei "Ride My Arrow". Und auch Songs wie "The Sing" und "Winter Road" können mit allem versöhnen und überzeugen. Und zwar in guter Songwritertradition. Die Geige als ergänzende Instrumentierung ist jedenfalls das weitaus Bessere als die Querflöte, die teils fast nervt. Schön und gut, das reicht im Fall Bill Callahan nun einmal nicht. So geht die Qualität von "Dream River" nicht immer ganz ins Exzellente. Ist aber eine einigermaßen wohltuende musikalische Songwritingsache. Balsam für die einen oder anderen Überstrapaziertheiten und Musik für ein Stündchen Zurückgelehntheit. Nachmittäglich Kontemplatives. Zwielichtig Verhaltenes bis fein Erlesenes. Und einfach ignorieren, dass die Arrangements gelegentlich gerade am Kitsch vorbeischrammen?
veröffentlicht: www.culturmag.de
Kartograph von Emotionalem in seinem ureigen speziellen Songwriterkosmos ist Bill Callahan schon immer. Unterwegs auf durchaus auch intellektuellen Wegen ist er dabei musikalisch mal ausgeprägter romantizistisch und lieblich, mal etwas ruppiger und gradliniger. Oft findet man ihn im Melancholischen, nicht selten im Naturalistischen. Diesmal auf "Dream River" in ausgewählter Leichtigkeit. Musikalisch wird er da eine gute Spur zu verspielt. Weniger ist bei ihm oft mehr. Und diesmal ist er wieder mal mehr in Arrangements eingetaucht, als es eigentlich gut für ihn wäre. Zwar stürzt Callahan nie ganz ab in zu eingängig hübsche Songs. Er besitzt einfach Substanz, die ihn vor sowas bewahrt. Aber er scheint es sich wohl mit "Dream River" zu leicht gemacht zu haben. So wirket es stellenweise. Ganz exquisit ist es leider nicht geraten. Mehr entschiedene Kargheit täte gut. Wie zu manchen Zeiten von Smog, dem Vorgänger-Langzeitprojekt der bisher nun vier Soloalben. Aber starke Momente gibt es auch diesmal natürlich. Sie sind eigentlich gar nicht allzu rar. Wie bei "Ride My Arrow". Und auch Songs wie "The Sing" und "Winter Road" können mit allem versöhnen und überzeugen. Und zwar in guter Songwritertradition. Die Geige als ergänzende Instrumentierung ist jedenfalls das weitaus Bessere als die Querflöte, die teils fast nervt. Schön und gut, das reicht im Fall Bill Callahan nun einmal nicht. So geht die Qualität von "Dream River" nicht immer ganz ins Exzellente. Ist aber eine einigermaßen wohltuende musikalische Songwritingsache. Balsam für die einen oder anderen Überstrapaziertheiten und Musik für ein Stündchen Zurückgelehntheit. Nachmittäglich Kontemplatives. Zwielichtig Verhaltenes bis fein Erlesenes. Und einfach ignorieren, dass die Arrangements gelegentlich gerade am Kitsch vorbeischrammen?
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Monday, September 16, 2013
Collage: Tina Karolina Stauner Bilder: Intakt und Tina Karolina Stauner
Sylvie Courvoisier und Mark Feldman: Neue Kammermusik - nonkonform und auch konsonant
Sylvie Courvoisier und Marc Feldman im Duo »Live At Théatre Vidy-Lausanne «, eingespielt 2012, das ist wie die Wiederaufnahme des Konsonanten in die experimentelle New Yorker Downtown-Szene.
Courvoisier und Feldman sind Partner, sowohl im Leben als auch in der Musik, und da mit Piano und Violine. Courvoisiers teils präpariertes Piano ist eine neoklassische und eigenwillig zeitgenössische Verbindung von europäischem und amerikanischem Spielen und Musikdenken. Feldman ist amerikanischer multiperspektivischer Violinist, der die nonkonformistische Improvisation beherrscht.
Beim Zusammenspiel der beiden Könner wird bei der Aufnahme der 7 Stücke von »Live At Théatre Vidy-Lausanne « fast ein Übermaß an Emotionen spürbar. Statt analysierend darüber zu schreiben wäre Poetisches der Musik und dem Gefühlskosmos des Duos sehr viel näher. Und dem Eintauchen der beiden Instrumentalisten in die Geschichte der Musik der Klassik, der Romantik, des Impressionismus und bis hin zur Zwölftonmusik und wie dies in Spannung gebracht wird zum Experimentellen und Improvisatorischen der New Yorker Gegenwart, wo Courvoisier und Feldman leben und arbeiten. Neue Kammermusik mit reinterpretiertem Jazz ist das. Und kondensiert das bisherige Musikalische der Virtuosen Courvoisier und Feldman, das sich mal einfühlsam sanft, dann wieder kompromisslos harsch darstellt. Sehr gefühlsgeladen, mit stark romantschen Zügen schon. Dies aber doch aufregend gebrochen durch das mal mehr, mal weniger Schräge der New Yorker alten Gewohnheiten und neuen Erforschungen der Downtown-Avantgarde von Free Jazz bis Improvisation und Neuer Musik, zu der das Paar seit langem in Kollaboration mit namhaften Musikern der Szene gehört. Im Duo sind sie in ihrer ureigenen und besonders poetischen Klangwelt mit feinem Gespür.
Sylvie Courvoisier/Mark Feldman
»Live At Théatre Vidy-Lausanne «
Intakt, 2013
Wednesday, July 17, 2013
Bryan Ferry und sein derzeitiges Orchester auf Zeitreise - Mr. Perfect?
Als Poser zeigt sich Bryan Ferry immer noch. War er einmal Avantgarde? War er Glam oder Art? Die unterschiedlichsten Szenen haben jedenfall über die Jahre Bryan Ferry gehört. Und zumindest Roxy Music war mehr Art als Glam.
Way back with Bryan Ferry
Die Ursprungsbesetzung der 1971 gegründeten Band Roxy Music war: Bryan Ferry, Brian Eno, Andy Mackay. Es kamen und gingen diverse weitere Musiker. Und die nach der Bandauflösung folgenden Soloalben von Ferry waren teils doch sehr im Kommerz. Wenn auch das, natürlich, nicht ohne Niveau. Nun taucht der Sound einiger von Bryan Ferrys früheren Aufnahmen in ein Styling ein, das ein Jahrhundert alt ist. In die Jahre der Roaring Twinties und des Dixieland-Jazz. Merkwürdig mutet das an beim ersten Hören. Irgendwie dezent cool aber schon. Cool muß sein, was Ferry tut. Schon immer. Der mittlerweile 67-Jährige hat als jüngste Aktivität im vergangenen Jahr Musik zur Baz Luhrmann-Verfilmung von "The Great Gatsby" eingespielt mit dem formierten Bryan Ferry Orchestra. Und in dieser Besetzung auch Songs seiner früheren Jahre verfremdet zu "Yellow Cocktail Music" und dem Album »The Jazz Age« transformiert. Und lässt also auf Tonträger und zudem live auf der Bühne Teile seines Werks in einem Sound von Anfang des 20. Jahrhunderts verschwinden: Verschwinden, denn man erkennt die Songs manchmal kaum. Und rätselt beim Hören das eine oder andere Mal, welches Stück das nun ist. Fragt sich, ob man das also tatsächlich gut finden soll. Aber das Bryan Ferry Orchestra hat das, was man Klasse nennt. Und Ferry hat sich dafür entschieden, seinem Werk teilweise gerade diesen Touch zu geben. Eigenartig daran ist auch, dass zahlreiche interpretierte Stücke rein instrumental sind und die Lyrics nun dabei fehlen. Die altbekannten Songs verwandelten sich merkwürdig in gute alte Jazznummern. Klingen wie eingespielt mit einer Dixieland-Jazzband, wenn ein Banjo mit im Orchester ist. Und teils auch recht swingend, mit einer Geste wie zu Zeiten einer Big Band als der Cotton Club in New York ab den 1920er Jahren bekannt wurde. Aber: Der Cotton Club spielte mit Südstaatenklischees und hatte dabei eine reaktionäre Attitude, muß man wissen. Schwarze Besucher bekamen keinen Zutritt. Obwohl es um den Jazz ging, die Musik, deren Wurzeln bei Schwarzen liegt und die auch von Schwarzen gespielt wurde. Auch im Cotton Club der High Society. Weiße machten sich ja damals zunehmend den Sound der Schwarzen zueigen und verbreiteten ihn.
Bryan Ferry live 2013
Beim Konzert in der Tollwood-Arena in München am 03.07.13 eröffnet das Bryan Ferry Orchestra mit einem Set, der nun also an die Zeit des Cotton Clubs erinnert. Ferry selber ist dabei erst mal nicht mit auf der Bühne. Das Bryan Ferry Orchestra spielt gekonnt Instrumentalinterpretationen aus Ferrys Werk. Von "Do The Strand" über "Avalon" und "Just Like You" gibt es mal mehr Dixie, mal mehr Swing. Erst bei der siebten Nummer des Abends klinkt Bryan Ferry sich in den Sound ein. Er wirkt etwas zurückhaltend. Und seine Stimme hat auch tatsächlich nicht mehr die schneidende Kraft wie früher, aber er kann ihr immer noch, wenn auch anders als in seinen jüngeren Jahren, den Moment Erotik geben, den sie haben soll. Alles ist durchinszeniert bei der ganzen Show, jede Geste, mit Ferry im Anzug, großem Oerchester und glitzernden Background-Sängerinnen. Ferry hat sich das genau überlegt. Und hat also wirklich Teile seiner Vergangenheit in die Zeit vor seine Vergangenheit verlegt. Eine seltsame Entscheidung. Bei "Love Is The Drug" und"Back To Black" wird Ferry eigenwilliger. Und beginnt schließlich einen Sound zu bieten aus Pop, Rock, Funk und Jazz, der nicht mehr in der Vergangenheit des Jazz liegt und nichts anderes als aktuell zeitgemäß zu sein hat. Souverän integriert Ferry auch "Knockin' On Heavens Door". Und zeigt bei Songs wie "Crazy Love" und "Chain Reaction" höchst selbstbewusst Pop- und Rockform. Insgesamt bringt Ferry mit Band und dem Bryan Ferry Orchestra einen Mix aus 25 Stücken einschließlich Zugaben auf die Bühne.
"I thought"
Aber was will ich eigentlich sagen? Warum ich überhaupt hingegangen bin: Es war einfach so, dass ich einmal eine zeitlang Roxy Music anhörte. Deren Alben bildeten bei mir nicht selten den Backing Sound im Alltag. Ich kannte so gut wie jeden Song bis ins Detail. Obwohl ich Roxy Music nur ganz nebenbei hörte. Aber ständig wieder. Als ich meinen Fokus auf Free Jazz und Improvisation zu legen begann, klinkte ich mich gleichzeitig bei Bryan Ferry aus, ohne das bewusst entschieden zu haben. Rückwirkend kann ich sagen, dass ich auf einmal nicht mehr Roxy Musiy und Brian Ferry wahrnahm und diese regelrecht plötzlich vergaß. Weder die Aufnahmen von Roxy Music, noch Bryan Ferry solo nahm ich mehr zur Kenntnis. Er verschwand völlig aus meinem Leben. Jetzt im Juli 2013 wollte ich einfach mal wissen, was mich eigentlich eine Weile mit Ferry verband, warum ich ihn dann ignorierte und ob seine Arbeit mich wieder interessiert. Die Antwort ist ganz einfach: Bryan Ferrys Musik gehört nicht mehr zu meinem Leben. Und ich nahm sie auch nicht wieder mit rein. Roxy Music war einzigartig. Bryan Ferry erinnert heute live auf der Bühne wie nur noch daran. Und die derzeitige Entscheidung für den Weg in die 1920er und 1930er des vergangenen Jahrhunderts bleibt etwas strange. Man kann gleich Cap Calloway und Duke Ellington hören und Cocktails trinken. "Move On Up" gibt Ferry zum Abschluss mit auf den Weg. Aber hübsch klingt das Bryan Ferry Orchestra schon. Oder soll man gelegentlich mal Bryan Ferry hören, etwa mit "Can't Repeat The Past?"?
www.bryanferry.com
veröffentlicht: www.kultura-extra.de
www.skug.at
Als Poser zeigt sich Bryan Ferry immer noch. War er einmal Avantgarde? War er Glam oder Art? Die unterschiedlichsten Szenen haben jedenfall über die Jahre Bryan Ferry gehört. Und zumindest Roxy Music war mehr Art als Glam.
Way back with Bryan Ferry
Die Ursprungsbesetzung der 1971 gegründeten Band Roxy Music war: Bryan Ferry, Brian Eno, Andy Mackay. Es kamen und gingen diverse weitere Musiker. Und die nach der Bandauflösung folgenden Soloalben von Ferry waren teils doch sehr im Kommerz. Wenn auch das, natürlich, nicht ohne Niveau. Nun taucht der Sound einiger von Bryan Ferrys früheren Aufnahmen in ein Styling ein, das ein Jahrhundert alt ist. In die Jahre der Roaring Twinties und des Dixieland-Jazz. Merkwürdig mutet das an beim ersten Hören. Irgendwie dezent cool aber schon. Cool muß sein, was Ferry tut. Schon immer. Der mittlerweile 67-Jährige hat als jüngste Aktivität im vergangenen Jahr Musik zur Baz Luhrmann-Verfilmung von "The Great Gatsby" eingespielt mit dem formierten Bryan Ferry Orchestra. Und in dieser Besetzung auch Songs seiner früheren Jahre verfremdet zu "Yellow Cocktail Music" und dem Album »The Jazz Age« transformiert. Und lässt also auf Tonträger und zudem live auf der Bühne Teile seines Werks in einem Sound von Anfang des 20. Jahrhunderts verschwinden: Verschwinden, denn man erkennt die Songs manchmal kaum. Und rätselt beim Hören das eine oder andere Mal, welches Stück das nun ist. Fragt sich, ob man das also tatsächlich gut finden soll. Aber das Bryan Ferry Orchestra hat das, was man Klasse nennt. Und Ferry hat sich dafür entschieden, seinem Werk teilweise gerade diesen Touch zu geben. Eigenartig daran ist auch, dass zahlreiche interpretierte Stücke rein instrumental sind und die Lyrics nun dabei fehlen. Die altbekannten Songs verwandelten sich merkwürdig in gute alte Jazznummern. Klingen wie eingespielt mit einer Dixieland-Jazzband, wenn ein Banjo mit im Orchester ist. Und teils auch recht swingend, mit einer Geste wie zu Zeiten einer Big Band als der Cotton Club in New York ab den 1920er Jahren bekannt wurde. Aber: Der Cotton Club spielte mit Südstaatenklischees und hatte dabei eine reaktionäre Attitude, muß man wissen. Schwarze Besucher bekamen keinen Zutritt. Obwohl es um den Jazz ging, die Musik, deren Wurzeln bei Schwarzen liegt und die auch von Schwarzen gespielt wurde. Auch im Cotton Club der High Society. Weiße machten sich ja damals zunehmend den Sound der Schwarzen zueigen und verbreiteten ihn.
Bryan Ferry live 2013
Beim Konzert in der Tollwood-Arena in München am 03.07.13 eröffnet das Bryan Ferry Orchestra mit einem Set, der nun also an die Zeit des Cotton Clubs erinnert. Ferry selber ist dabei erst mal nicht mit auf der Bühne. Das Bryan Ferry Orchestra spielt gekonnt Instrumentalinterpretationen aus Ferrys Werk. Von "Do The Strand" über "Avalon" und "Just Like You" gibt es mal mehr Dixie, mal mehr Swing. Erst bei der siebten Nummer des Abends klinkt Bryan Ferry sich in den Sound ein. Er wirkt etwas zurückhaltend. Und seine Stimme hat auch tatsächlich nicht mehr die schneidende Kraft wie früher, aber er kann ihr immer noch, wenn auch anders als in seinen jüngeren Jahren, den Moment Erotik geben, den sie haben soll. Alles ist durchinszeniert bei der ganzen Show, jede Geste, mit Ferry im Anzug, großem Oerchester und glitzernden Background-Sängerinnen. Ferry hat sich das genau überlegt. Und hat also wirklich Teile seiner Vergangenheit in die Zeit vor seine Vergangenheit verlegt. Eine seltsame Entscheidung. Bei "Love Is The Drug" und"Back To Black" wird Ferry eigenwilliger. Und beginnt schließlich einen Sound zu bieten aus Pop, Rock, Funk und Jazz, der nicht mehr in der Vergangenheit des Jazz liegt und nichts anderes als aktuell zeitgemäß zu sein hat. Souverän integriert Ferry auch "Knockin' On Heavens Door". Und zeigt bei Songs wie "Crazy Love" und "Chain Reaction" höchst selbstbewusst Pop- und Rockform. Insgesamt bringt Ferry mit Band und dem Bryan Ferry Orchestra einen Mix aus 25 Stücken einschließlich Zugaben auf die Bühne.
"I thought"
Aber was will ich eigentlich sagen? Warum ich überhaupt hingegangen bin: Es war einfach so, dass ich einmal eine zeitlang Roxy Music anhörte. Deren Alben bildeten bei mir nicht selten den Backing Sound im Alltag. Ich kannte so gut wie jeden Song bis ins Detail. Obwohl ich Roxy Music nur ganz nebenbei hörte. Aber ständig wieder. Als ich meinen Fokus auf Free Jazz und Improvisation zu legen begann, klinkte ich mich gleichzeitig bei Bryan Ferry aus, ohne das bewusst entschieden zu haben. Rückwirkend kann ich sagen, dass ich auf einmal nicht mehr Roxy Musiy und Brian Ferry wahrnahm und diese regelrecht plötzlich vergaß. Weder die Aufnahmen von Roxy Music, noch Bryan Ferry solo nahm ich mehr zur Kenntnis. Er verschwand völlig aus meinem Leben. Jetzt im Juli 2013 wollte ich einfach mal wissen, was mich eigentlich eine Weile mit Ferry verband, warum ich ihn dann ignorierte und ob seine Arbeit mich wieder interessiert. Die Antwort ist ganz einfach: Bryan Ferrys Musik gehört nicht mehr zu meinem Leben. Und ich nahm sie auch nicht wieder mit rein. Roxy Music war einzigartig. Bryan Ferry erinnert heute live auf der Bühne wie nur noch daran. Und die derzeitige Entscheidung für den Weg in die 1920er und 1930er des vergangenen Jahrhunderts bleibt etwas strange. Man kann gleich Cap Calloway und Duke Ellington hören und Cocktails trinken. "Move On Up" gibt Ferry zum Abschluss mit auf den Weg. Aber hübsch klingt das Bryan Ferry Orchestra schon. Oder soll man gelegentlich mal Bryan Ferry hören, etwa mit "Can't Repeat The Past?"?
www.bryanferry.com
veröffentlicht: www.kultura-extra.de
www.skug.at
Sunday, June 23, 2013
"Verwandlung und Reisen ins Innere... »Schweigen oder Leere – das kann auch Schatten sein. Schweigen und Klänge, Schatten und Licht – auch das ist Yin und Yang. Man kann das auf ganz verschiedene Weise deuten … «"
Toshio Hosokawa "Solo Concertos Vol. 2", CD, 2013
-Cello Concerto (1997),
In memory of Toru Takemitsu,
Rohan de Saram, cello
-Voyage VII (2005), trumpet and strings with percussion,
Jeroen Berwaerts, trumpet
-Metamorphosis (2000), clarinet, string orchestra, percussion,
Olivier Dartevelle, clarinet
(Orchestre Philharmonique du Luxembourg,
Robert HP Platz, conductor)
Toshio Hosokawa "Solo Concertos Vol. 2", CD, 2013
-Cello Concerto (1997),
In memory of Toru Takemitsu,
Rohan de Saram, cello
-Voyage VII (2005), trumpet and strings with percussion,
Jeroen Berwaerts, trumpet
-Metamorphosis (2000), clarinet, string orchestra, percussion,
Olivier Dartevelle, clarinet
(Orchestre Philharmonique du Luxembourg,
Robert HP Platz, conductor)
Saturday, June 22, 2013
Jazz, Minimalismus und mehr: Isabel Sörling Farvel
Minimalismus ist Isabel Sörling Farvels Terrain mit Auslotung über dessen Grenzen hinaus in Free Jazz, Improvisation, Art Rock, Folk bis zum Bereich der Neuen Musik. Vokale Experimente und Atonales bilden Hauptmerkmale der Musik der Formation, die sich aus Stimme, Saxofon, Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug zusammensetzt. Von fragilen, leisen Passagen, bei denen einzelne Instrumente und der Gesang von Sörling sparsam eingesetzte Mittel sind, wird gewechselt in vollinstrumentierte, überbordende Grooves. Vom Unterkühlten und Zerklüfteten wird der Bogen gespannt in wild ekstatische Klangformen. Betonung ist allerdings insgesamt das Minimalistische, Sachliche, Nüchterne, was den Gesamtcharakter der CD prägt und deren Qualität und Eigenwilligkeit ausmacht, die sie vom Gros der Veröffentlichungen abhebt. Etwas spröde und unnahbar wirkt das Ganze und nimmt dann doch teilweise immer wieder packend in manche Parts der Stücke mit hinein. Die schwedische Sängerin Isabel Sörling kann ihre Stimme fein Solistisch wirken lassen oder ins Musikalische einordnen beinahe wie ein Musikinstrument klingend.
Wem Carla Bley oder Sidsel Endresen vertraut sind, wird auch Isabel Sörling Farvels Sound nicht zu fremd sein. "...don't say that I've been away / cause you don't know where I've been today..." singt Farvel und für weltoffene und freigeistige Menschen ist Sörlings Experimentieren und Spielspielerei auch nichts zu Sperriges oder Abseitiges, sondern Jazz vom best Zeitgemäßen. Die fünf Mitmusiker Kim Aksnes, Otis Sandsjö, Henrik Magnusson, Alfred Lorinius und Carl-Johan Groth verstehen es aufs Einfühlsamste der außergewöhnlich spannenden Jazzstimme Sörlings die richtige Ebene und den großzügig geeigneten Raum zu geben.
www.isabelsorlingfarvel.com
veröffentlicht: www.melodiva.de




